Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Rendsburg Streichliste sorgt für weniger Kredite
Lokales Rendsburg Streichliste sorgt für weniger Kredite
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:19 28.11.2019
Von Sven Tietgen
Haushaltstechnisch soll die immer wieder verschobene Sanierung des Moorwegs gestrichen werden. Erneuert wird die marode Straße im nächsten Jahr trotzdem. Quelle: Sven Tietgen
Bordesholm

Vor der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hatten dessen Vorsitzender Willi Lüdemann (FDP), Amtsdirektorin Anja Kühl und Kämmerer Volker Gerecke eine besondere Streichliste entworfen. Alle Ausgaben, bei denen Zuschüsse vom Bund oder Land noch nicht in trockenen Tüchern sind, sollen aus dem Haushaltsplan für das nächste Jahr gestrichen werden. „Die Projekte werden trotzdem realisiert, eingeplant werden sie dann über einen Nachtragshaushalt“, erklärte Lüdemann in der Sitzung am Mittwoch.

Projekte aus dem Haushaltsplan streichen

Neben der für nächstes Jahr geplanten Moorwegsanierung als dickstem Posten empfahl eine Mehrheit von sechs zu zwei Stimmen, auch den Bau von Frauenumkleidekabinen beim TSV Bordesholm über 300000 Euro zu streichen. Auch die Erneuerung der Regenwasserkanalisation für 400000 Euro und der 45000-Euro-Eigenanteil der Gemeinde bei der Sanierung der Klostermauer sollen nicht mehr im Haushaltsplan auftauchen. Sollte der Haushalt so die Gemeindevertretersitzung am 10. Dezember passieren, müssten in den Haushalt für das Jahr 2020 nur noch 700000 Euro statt 3,5 Millionen Euro Kredite gelistet werden.

Andrea Heiderich und Norbert Baschke (beide CDU) lehnten den Entwurf ab. „Den Moorweg rausstreichen, ist auch keine Lösung, das ist Augenwischerei und geht gar nicht“, sagte Heiderich. Als Alternative brachte Lüdemann den Verkauf des gemeindeeigenen Veranstaltungsplatzes für Bauplätze ins Spiel: „Mit dem erwirtschafteten Geld können wir viel Gutes tun, aus meiner Sicht ist das eine tolle Sache.“ Das Statement löste sofort Protest bei den Grünen aus. „Das würde gleich massive Folgekosten nach sich ziehen, wir bräuchten eine neue Kita, eine neue Schule und neue Straßen“, rief die Grünenvertreterin Gabriele Steffen.

Gewerbesteuererhöhung vorgeschlagen

In Sachen Grundsteuererhöhung stimmte der Ausschuss mit sechs zu zwei Stimmen für eine sachte Anhebung von derzeit 332 auf 340 Prozentpunkte. Die SPD-Vertreter Michael Hußmann und Regina Langholz lehnten die Steuererhöhung ab. Hußmann brachte dagegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer ins Spiel: „Im Ort haben wir 60 Betriebe, die jährlich bis zu 100000 Euro zahlen, das würde sie nicht so stark treffen.“ Die UWB hatte schon eine mögliche Erhöhung durchgespielt. „Zehn Prozentpunkte mehr Gewerbesteuer würden 91000 Euro bringen“, rechnete deren Vertreter Thorsten Pogge vor. Der Gewerbesteuersatz beträgt aktuell 340 Prozentpunkte.

Mehr aus der Region Rendsburg lesen Sie hier.

Keiner weiß, was das Riesenteil im ersten Stock des Historischen Museums in Rendsburg wiegt. Sicher ist: Der Schweiß von vier bis sechs Männern wird fließen, wenn der Eisenwarenladen von Paul Matz mit seiner acht Meter langen Theke und dem fast drei Meter hohen Tresen in der nächsten Woche umzieht.

Hans-Jürgen Jensen 28.11.2019

„Die Bedingungen waren schon sehr schwierig. Dennoch war definitiv mehr drin“, erklärte Büdelsdorfs Coach Frank Weschke nach dem 1:1-Unentschieden gegen den SV Blau-Weiß Löwenstedt in der Verbandsliga Nord. Vor allem der Rasenplatz machte dem BTSV zu schaffen.

28.11.2019

Seit 2013 existiert das Atelier Manou: Inhaberin Manuela Rathje ist seitdem auf Erfolgskurs. Was die Flintbeker Künstlerin auch anpackt, es gelingt, und sie widmet sich nicht nur der Malerei. Ihr neuestes Projekt sind Designerjacken - ein Teilerlös ist für eine Tierschutzorganisation gedacht.

Sorka Eixmann 28.11.2019