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Segeberg 17 Prozent mehr Häuser gebaut
Lokales Segeberg 17 Prozent mehr Häuser gebaut
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13:01 07.02.2014
Von Gerrit Sponholz
Wegen des unsicheren Finazmarktes investieren viele Menschen lieber in den Hausbau, stellte der Kreis Segeberg in der Zwei-Jahres-Bilanz für 2011 und 2012 fest. Quelle: dpa/
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Kreis Segeberg

Dem Ausschuss müssen die Notare alle Grundstückskäufe übermitteln. In den zwei Jahren 2011 und 2012 wurden dem Ausschuss 7000 Kaufverträge gemeldet. Das waren 17 Prozent mehr als in den zwei Jahren zuvor. „Die Anleger investieren wegen des unsicheren Kapitalmarkts vermehrt in Immobilien, das ,Betongold’“, stellte der Ausschuss fest, den Volker Rimka von der Kreisbauaufsicht leitet.

 Nur statistisch gesehen blieben beim Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern die Preise stabil. Denn in Städten und dessen näherer Umgebung kletterten sie, während sie im dünner besiedelten Osten und Nordwesten des Kreises sanken.

 Deutlich angezogen haben die Preise für baureifes, erschlossenes und unbebautes Land in Bad Segeberg (plus 10 Euro pro Quadratmeter) und Bad Bramstedt (plus 5 bis 25 Euro), in Kaltenkirchen und Norderstedt nicht ganz so stark. Leicht zurückgegangen sind die Preise in Henstedt-Ulzburg.

 Innerhalb der jeweiligen Städte finden Bauherren eine große Preisspanne vor. Im Norden Bad Segebergs etwa kostete zum Stichtag 31. Dezember 2012 ein Quadratmeter durchschnittliches Bauland 140 Euro; am idyllischen Ihlsee waren es 230 Euro, in der dicht besiedelten Südstadt nur rund 100 Euro.

 Am teuersten ist Bauland im Ortsteil Glashütte in Norderstedt. Bis zu 275 Euro kostete ein Quadratmeter. Billiger bauen lässt es sich in den sehr kleinen Dörfern Dreggers bei Bad Segeberg und Tarbek bei Bornhöved. Dort müssen Häuslebauer nur 30 Euro pro Quadratmeter auf den Tisch legen.

 Gebaut wird vor allem auf der Westachse von Norderstedt bis Bad Bramstedt sowie in der Region Bad Segeberg.

 Anders als beim einzelstehenden Wohnhaus ist bei Reihenhäusern und Geschosswohnungen der Bau in den vergangenen zwei Jahren weitgehend zum Erliegen gekommen. Bauland war dafür im Kreis Segeberg fast nicht gehandelt worden. Wenn überhaupt, wurden größere Wohnhäuser nur in Norderstedt gebaut.