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Segeberg 2008: Erfolgreichstes Storchenjahr
Lokales Segeberg 2008: Erfolgreichstes Storchenjahr
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17:33 09.01.2009

Seit seiner Gründung vor 39 Jahren hat sich der Wildpark Eekholt stetig weiterentwickelt. Heute beherbergt er auf 67 Hektar mehr als 700 Tiere über 100 verschiedener Arten. Daneben hat sich Eekholt einen besonderen Namen als Umweltbildungseinrichtung gemacht. 14000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene betreuten die Mitarbeiter des Wildparks im vergangenen Jahr bei eintägigen Besuchen, im Rahmen mehrtägiger Aufenthalte waren es mehr als 8000 Kinder und Jugendliche. Um diese Aufenthalte zu optimieren, investierte die Einrichtung im vergangenen Jahr in vier separate Küchenbereiche auf dem Projektgruppengelände.

Mit diversen Veranstaltungen zum Umweltschutz untermauert der Wildpark seinen Anspruch, Kinder und Jugendliche für die Natur zu sensibilisieren. So setzt sich die Einrichtung zunehmend mit dem Thema Energie auseinander, dazu zählte auch im vergangenen Jahr die Teilnahme an der "Woche der Sonne". Eekholt hat einiges außerdem in die Praxis umgesetzt: Das Warmwasser wird mit Sonnenenergie aufbereitet, und seit 2007 bezieht der Wildpark Ökostrom. Auch die Ausstellung "Lebenselement Wasser" und das Schleswig-Holsteinische Wassermarkt, eine jährliche Sonderveranstaltung, befassen sich mit Umweltressourcen. "Nach Ansicht von vielen Wissenschaftlern wird bis zum Jahr 2050 Wasser wichtiger als Öl sein", unterstrich von Schenck dessen Bedeutung als Lebensmittel. Auch am "Jahr des Frosches", vom Weltverband der Zoos ausgerufen, beteiligte sich der Wildpark mit verschiedenen Aktionen. Damit sollte auf das Aussterben von Amphibien aufmerksam gemacht werden.

Ein weiteres Anliegen, das absehbar wortwörtlich mehr Raum einnehmen wird, ist der Schutz und Erhalt von Wölfen. Unter andrem hatte der Landesjagdverband zu einem Seminar zum Thema "Rückkehr von Elch und Wolf nach Schleswig-Holstein - wie wollen wir damit umgehen", in den Wildpark eingeladen. "Der Wildpark Eekholt begrüßt es sehr, dass frühzeitig darüber gesprochen wird, wie auf eine mögliche Rückkehr von Wölfen nach Schleswig-Holstein zu reagieren ist", erklärte die Leiterin der Wildparkschule, Ute Kröger. Bei verschiedenen Veranstaltungen und mit der täglichen Fütterung der Wölfe vor den Augen von Besuchern versucht der Wildpark, die Mär von der Bestie ins richtige Licht zu rücken. Erheblich dazu beitragen wird voraussichtlich die geplante Erweiterung des Wolfsgeheges. Es soll um rund das vierfache vergrößert werden, so dass auch der Bestand von derzeit drei Tieren wachsen kann. Seit 16 Jahren gibt es Wölfe im Wildpark.

Ein positive Bilanz zog auch der Leiter der Tierpflege, André Rose. Als schönstes Erlebnis des vergangenen Jahres bezeichnete er die Handaufzucht von zwei Dachsbabys. Diese schwierige und anstrengende Aufgabe hätten Annika Lange, Nicola Buchmann und Ole Cordruwisch, drei der sieben Auszubildenden, hervorragend gemeistert, lobte Rose. Das Storchenjahr bezeichnete er als das erfolgreichste, seit im Wildpark diese Vögel gezüchtet werden. Die in der Regel verletzt eingelieferten Altvögel hätten 26 junge Weißstörche großgezogen. 21 davon konnten ausgewildert werden. Bei den Schwarzstörchen wurden sieben Jungvögel im Park aufgezogen. "Die hohe Nachwuchsrate war nur möglich, weil wir jeden Abend die Jungtiere zum Schutz vor Fressfeinden wie dem Marder in Ställen untergebracht haben", berichtete Rose. Außerdem hätten 2008 zum ersten Mal in der Geschichte des Parks Kranicheltern ein Küken aufgezogen, zeigte sich der Tierpfleger zufrieden. In die Pflegestation des Wildparks waren im vergangenen Jahr 132 Tiere 41 verschiedener Arten eingeliefert worden, 61 Tiere konnten wieder ausgewildert werden, viele verendeten allerdings - auch auf Grund ihrer Verletzungen, die sie sich in der Natur zugezogen hatten - oder mussten eingeschläfert werden.

Rose nahm für 15 jährige Mitarbeit im Wildpark Eekholt die goldene Ehrennadel von der Mitbegründerin der Einrichtung, Theda Hatlapa, entgegen. Diese Ehrung wurde auch Heide Hansen aus der Verwaltung zuteil.

Auch wenn Schnee und Eis keinen Zweifel daran lassen, dass jetzt Winter herrscht - die Bad Segeberger Volkshochschule (VHS) hat gerade ihr aktuelles Frühjahrsprogramm veröffentlicht und startet mit viel Elan in das neue Jahr. "Mit dem zurückliegenden interessanten und spannenden Jahr 2008 sind wir im Großen und Ganzen zufrieden", sagte gestern Manfred Quaatz, Vorstandsvorsitzender der VHS.

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