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Segeberg 36-Jähriger wegen Totschlags vor Gericht
Lokales Segeberg 36-Jähriger wegen Totschlags vor Gericht
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18:18 17.05.2019
Von Michael Stamp
Da wusste jemand ganz genau, worüber sich der getötete Bad Segeberger gefreut hätte: eine Dose Bier. Vor dem Eingang entstand nach der Tat diese kleine Gedenkstätte. In der Wohnung des Mannes soll der Gerstensaft regelmäßig konsumiert worden sein. Quelle: Thorsten Beck
Bad Segeberg

Die Beamten des Bad Segeberger Polizeireviers hatten am Morgen des 30. Oktober 2018 nicht schlecht gestaunt. Ein Mann war zu ihnen in die Wache an der Dorfstraße gekommen und hatte dort ein erstaunliches Geständnis abgelegt: „Ich habe da jemanden erschlagen.“

Polizei fand Bewohner mit eingeschlagenem Schädel

Als Tatort gab der Besucher ein rot geklinkertes Wohnhaus am Jürgensweg an. Schleunigst machte sich eine Streifenwagenbesatzung auf den Weg zum Schauplatz des Verbrechens. „Die Beamten fanden vor Ort dann tatsächlich einen leblosen Körper“, berichtete Matthias Felsch, Sprecher der Polizeidirektion Kiel, kurz nach der Tat. Die Mordkommission der Bezirkskriminalinspektion nahm mit Unterstützung der Kriminalpolizei Bad Segeberg und der Staatsanwaltschaft Kiel die Ermittlungen auf.

Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren droht

Am 1. März 2019 sei die Anklage verfasst worden, erklärt Oberstaatsanwalt Michael Bimler auf Nachfrage der Segeberger Zeitung. Die Tat werde als Totschlag eingestuft und vor dem Schwurgericht unter Vorsitz von Richter Jörg Brommann auch so angeklagt. Wird der Angeklagte von der Kammer, die aus drei Berufsrichtern und zwei ehrenamtlichen Schöffen besteht, für schuldig befunden, droht ihm eine Haftstrafe zwischen fünf und 15 Jahren. 

Nach der Tötung etwas aus der Wohnung gestohlen

Der Totschlag unterscheidet sich vom Mord, für den es lebenslangen Freizeitentzug gibt, vom Fehlen eines so genannten Mordmerkmals. Dazu zählt unter anderem, dass das Opfer heimtückisch, zur Befriedigung des Sexualtriebs oder zur Verdeckung einer anderen Straftat umgebracht worden ist. 

Laut Oberstaatsanwalt Bimler soll der Angeklagte auch wegen Diebstahls zur Rechenschaft gezogen werden. Die Idee, etwas aus der Wohnung seines Opfers zu entwenden, sei ihm aber erst nach der Tat gekommen. Daher ist hier kein Raubmord angeklagt. Das Stehlen war nach bisherigen Erkenntnissen nicht die Motivation für die Bluttat.

Psychiatrischer Gutachter muss Einweisung in Klinik beurteilen

Nach Informationen ist der 24. Juli als Prozessbeginn angepeilt. Die Terminfindung gestaltet sich nach Worten von Bimler etwas schwierig, weil ein psychiatrischer Gutachter dazugezogen werden muss und zeitlich schon stark gebunden ist. Er soll darüber Auskunft geben, ob die Unterbringung des Täters in der Psychiatrie oder einer Entziehungsanstalt ratsam ist. Ebenso wird er seine Einschätzung dazu abgeben müssen, ob der Angeklagte vermindert oder gar nicht schuldfähig ist.

Nachbarn kannten das Opfer als seltsamen Zeitgenossen

Der Getötete soll nach SZ-Informationen seit einem Unfall vor einigen Jahren unter psychischen Problemen gelitten haben und deswegen auch ambulant behandelt worden sein. Nachbarn waren erstaunt, wenn ihnen der Mann – in Selbstgespräche vertieft – entlang der Straße begegnete.

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