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Segeberg Ein Radschnellweg durch den Kurwald
Lokales Segeberg Ein Radschnellweg durch den Kurwald
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19:41 22.07.2019
Von Einar Behn
Geht es nach dem ADFC Bad Bramstedt, wird die Straße "An der Moorbahn" zumindest auf einer Breite von vier Metern asphaltiert, um sie in den Radschnellweg nach Hamburg einzubinden. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Der ADFC bevorzugt laut Peter Strübing, den Radschellweg über die Oskar-Alexander-Straße im Kurgebiet und "An der Moorbahn" zu führen. Der Asphalt endet allerdings an der früheren Gaststätte Birkengrund. Dann folgt die Schotterpiste bis zur Schmalfelder Straße in Lentföhrden. Dieser schlecht befahrbare Waldweg entspricht so gar nicht dem, was einen Radschnellweg ausmacht: guter Asphalt und wenig Hindernisse. Der Waldweg müsste also asphaltiert werden. Der Schnellweg ist nämlich in erster Linie für solche Fahrer gedacht, die auch längere Strecken, beispielsweise ihren Arbeitsweg, mit dem Rad zurücklegen. Die wenigstens werden wohl täglich die 50 Kilometer von Bad Bramstedt nach Hamburg fahren, aber abschnittsweise, etwa nach Kaltenkirchen, soll ein solcher Weg sportlichen Radfahrern oder der wachsenden Zahl der E-Biker eine Alternative zum Auto bieten. 

"An der Moorbahn" oder B4?

Peter Strübing erklärte, als Alternative zum Waldweg wurde auch der vorhandene Radweg entlang der Bundesstraße 4 zwischen Bad Bramstedt und Lentföhrden ins Gespräch gebracht. „Der ADFC ist der Meinung, dass das Radfahren dort aber nicht wirklich attraktiv ist“, so Strübing. Auch sei der Radweg keine vier Meter breit, wie der Radschnellweg grundsätzlich sein soll. Die vier Meter wurden festgelegt, damit Radfahrer sich gefahrlos überholen können. Zum Vergleich: Eine Kreisstraße muss, um richtlinienkonform zu sein, eine asphaltierte Mindestbreite von 5,50 Meter haben. „Ausnahmen von den vier Metern sollen allerdings im ländlichen Bereich, wo weniger Radfahrer unterwegs sind, möglich sein“, so der ADFC-Mann.

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Kosten noch völlig unklar

Von Lentföhrden soll der Radschnellweg nach bisheriger Planung über Nützen und Kampen nach Kaltenkirchen führen. Auch hier gibt es noch mehrere Alternativen für die Streckenführung weiter in Richtung Henstedt-Ulzburg. Enden soll der Schnellweg in Hamburg-Alsterdorf. „Welche Kosten das Projekt verursacht, ist noch völlig unklar“, so Strübing. Die würden erst ermittelt, wenn die Strecke festgelegt ist. Wegen der langwierigen Abstimmungen mit vielen Beteiligten glaubt der Bad Bramstedt nicht an eine Realisierung vor 2022, vielleicht 2023. 

Gemeinden müssen sich finanziell beteiligen

Das Asphaltieren der Straße „An der Moorbahn“ in Bad Bramstedt durchzusetzen, wird nicht einfach. „Dort, wo Wege ausgebaut werden, müssen sich auch die Gemeinden an den Kosten beteiligen“, so Strübing. „Das führt natürlich dazu, dass so mancher Kommunalpolitiker sagt, dann nehmen wir doch lieber die vorhandenen Wege.“ Auch in Bad Bramstedt ist noch nicht entschieden, ob nun die B4 oder „An der Moorbahn“ zum Tragen kommen wird. Der Bau- und Verkehrsausschuss muss noch entscheiden, ob er der Empfehlung des ADFC folgen will.

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