Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg AKN-Expresszug soll ab 2023 rollen
Lokales Segeberg AKN-Expresszug soll ab 2023 rollen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:48 04.02.2020
Von Einar Behn
Die AKN in Bad Bramstedt. Hier soll eine der Haltestellen für den Expresszug sein. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Wer die AKN häufig benutzt, kennt das: Der Zug hält in jedem Dorf, obwohl oft genug niemand zusteigt. Das kostet Zeit. Allein zwischen Bad Bramstedt und Kaltenkirchen liegen vier Bahnstationen, durch die der Schnellzug einfach durchrauschen soll: Bad Bramstedt-Kurhaus, Lentföhrden, Nützen, Kaltenkirchen-Dodenhof, Kaltenkirchen-Holstentherme. Berufspendler sind davon genervt, 44 Minuten dauert die Fahrt von Bad Bramstedt bis zur U-Bahnstation Norderstedt-Mitte. 

32 Minuten Fahrzeit

Der Schnellzug braucht dafür nur 32 Minuten. Er soll nur noch in Neumünster, Bad Bramstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg, Henstedt-Ulzburg-Süd und Norderstedt-Mitte halten. Das, so Seyb, seien die Orte, in denen 50 Prozent der Fahrgäste zustiegen. Der Zug soll von montags bis freitags zwischen 6 und 20 Uhr alle Stunde fahren, zusätzlich zu den anderen. Vor allem für den Streckenabschnitt NeumünsterKaltenkirchen wäre das eine deutliche Verbesserung. Hier verkehren, außer in den Hauptverkehrszeiten, die Bahnen nur im Stundentakt. Durch den Expresszug würde sich die Wartezeit halbieren.

Kostengünstige Lösung

Seyb sagte, angesichts der langen Planungszeiten in Deutschland setze die AKN auf eine Lösung mit möglichst wenig Bauarbeiten. Ein zweigleisiger Ausbau der Strecke NeumünsterKaltenkirchen würden aller Wahrscheinlichkeit zu langen Verhandlungen mit den Anwohnern führen. Stattdessen soll nun lediglich ein weiterer Kreuzungspunkt geschaffen werden: in Höhe der Abzweigung zum Munitionsdepot zwischen Boostedt und Großenaspe. Hier können sich die Züge dann begegnen. Geschätzte Kosten: 3,2 Millionen Euro. 

Ab 2025 Akku-Betrieb

Verwirklicht werden soll der Plan in zwei Stufen, immer vorausgesetzt, dass die Landesregierung zustimmt, denn wie alle Nahverkehrszüge wird auch der Express ein Defizit einfahren. Zunächst will die AKN drei zusätzliche Züge anschaffen – „mit WC an Bord, das ist ja in Bad Bramstedt ein heiß diskutiertes Thema“, so Seyb. Sie könnten ab 2023 fahren. Ab 2025 plant die AKN dann auf der Strecke Züge mit Akku-Betrieb einzusetzen. Möglich wird das, weil ab 2025 auf der Linie KaltenkirchenEidelstedt die S-Bahn 21 fahren soll. Dafür wird die Strecke elektrifiziert, und somit auch die technischen Voraussetzungen für das Aufladen der Akkus geschaffen. Bis zu sechs Triebwagen sollen mit der Technik ausgestattet werden und damit emissionsfrei wie die S-Bahn fahren. 

Seyb sagte: „Die Bahn hat es nicht ganz einfach mit der gerade ausgebauten A7 zu konkurrieren.“ Mit der Verkürzung der Fahrzeit soll die AKN für Berufspendler attraktiver gegenüber dem Auto werden. 

Seyb selbst wird den Schnellzug nicht mehr auf die Schiene schicken: Er wird Ende Februar das Unternehmen verlassen. Seine Nachfolge sei geregelt, kündigte er an. 

Weitere Berichte aus dem Kreis Segeberg lesen Sie hier.

Wer möchte im Sommer durch den Wilden Westen von Bad Segeberg reiten? Für ihre neue Inszenierung „Der Ölprinz“ suchen die Karl-May-Spiele Reiter, die an der Seite von Winnetou-Darsteller Alexander Klaws im Freilichttheater am Kalkberg auftreten wollen.

Michael Stamp 05.02.2020
Segeberg Bauernhof - Kindergarten Kita-Konzept in Weede vorgestellt

Sechs Bauernhof-Kindergärten betreibt die Genossenschaft "Kita Natura" bereits. In Weede, im Ortsteil Steinbek, im Kreis Segeberg könnte bald die siebte Einrichtung entstehen. Mitbegründerin Anna-Marie Muhs stellte jüngst die Planungen vor.

Klaus J. Harm 04.02.2020

Im März wird über den nächsten wichtigen Schritt im Verfahren um das geplante MSC-Trainingsgelände in Moorkaten Kaltenkirchen entschieden. Es geht um den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan. Die Debatte um die Trainingsstrecke hat im vergangenen Jahr viel Aufsehen erregt.

Sylvana Lublow 03.02.2020