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Segeberg Jetzt soll Wertstofftonne Lösung bringen
Lokales Segeberg Jetzt soll Wertstofftonne Lösung bringen
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17:45 10.06.2019
Von Gerrit Sponholz
Die Säcke mit Verpackungsmüll wurden in Högersdorf nicht von der Firma Optisys abgeholt, beklagt Bürgermeisterin Renate Wieck. Quelle: Renate Wieck
Kreis Segeberg

Eigentlich soll das Remondis-Tochterunternehmen Optisys aus Wedel alle zwei Wochen die gefüllten Beutel vom Straßenrand abholen. Es arbeitet im Auftrag der Industrie und der Vermittlerfirma Landbell.

Doch in etlichen Orten klappt dies nicht. So hatten Bürger etwa aus Wiemersdorf von Problemen berichtet. Angeblich hatten der Firma Optisys Fahrer gefehlt, weil die Stammmannschaft erkrankt gewesen sei. Seit einigen Tagen sollte es wieder laufen. 

Es hakt weiter bei Abholer Optisys

Doch davon ist in Högersdorf nichts zu merken. „Bei uns sind seit drei festgelegten Abholterminen die gelben Säcke nicht abgeholt worden“, kritisiert Bürgermeisterin Renate Wieck. „Trotz zahlreicher Versuche ist es nicht gelungen, einen verbindlichen Abholtermin zu erfahren."

So lägen die Säcke jetzt schon lange an den Straßen und Gehwegen. "Jeder hofft ja, dass morgen bestimmt ein Fahrzeug kommt, und hat Angst eine Abholung zu verpassen.“

Nach Kontaktaufnahme mit Landbell, Remondis und Optisys seien lediglich im Ortsteil Rotenhahn zwischendurch unangekündigt bei einigen Haushalten die Säcke abgeholt worden, sagt Wieck.

Wieck: Verantwortung wird hin und her geschoben

„Was mich persönlich am meisten stört, ist, dass jeder die Verantwortung abschiebt und dass niemand verlässliche Auskünfte erteilt.“ Das dünne Material der Säcke werde nicht mehr lange halten, die Beutel würden einreißen. „Die Nahrungsreste ziehen Ungeziefer an und vergammeln.“

Der Kreisumweltausschuss diskutierte kürzlich mit Vertretern des Kreises und des Wege-Zweckverbandes (WZV) darüber. Probleme wurden auch von Außensiedlungen wie Lohsack, aber auch aus Städten wie Kaltenkirchen gemeldet, berichtet Ausschussvorsitzender Arne Hansen (Grünen-Fraktion). „Es gibt viele Beschwerden.“

Vertrag läuft bald aus

Optisys zu bestrafen, sei schwierig. Das Land sehe sich ebenso wenig dazu in der Lage wie der Kreis. Die Probleme, fürchtet Hansen, würden andauern. Der Firma fehlten offenbar Fahrzeuge und Arbeitskräfte. Ende 2019 laufe der Vertrag der Industrie mit Optisys aus.

Hansen schlug vor, dass künftig der WZV die Wertstoffsammlung übernimmt und Wertstofftonnen verteilt. In Norderstedt klappe solch ein ähnliches Modell. Die Kreispolitik will darüber nach den Sommerferien reden.

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