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Segeberg Winnetou und Co. ziehen immer
Lokales Segeberg Winnetou und Co. ziehen immer
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13:46 04.08.2019
Von Thorsten Beck
Vom Marktplatz aus zog das Karl-May-Ensemble in die Fußgängerzone ein. Quelle: Thorsten Beck
Bad Segeberg

Dort zogen Alexander Klaws, Nicolas König und die anderen Darsteller des Karl-May-Ensembles am Sonnabendvormittag vom Marktplatz aus unter großem Beifall ein. Die gut einstündige Visite mit anschließender Autogrammstunde war für viele Besucher wieder unbestrittener Höhepunkt der Aktion „Eine Stadt spielt Karl May“.

Fans warteten schon zwei Stunden vorher

Bereits anderthalb bis zwei Stunden vor dem Erscheinen der Stars aus der aktuellen Inszenierung „Unter Geiern – Der Sohn des Bärenjägers“ fanden sich die ersten Fans vor den fünf Stationen ein, die die Kalkberg GmbH zwischen dem Verlagshaus C.H. Wäser und der Arko-Filiale platziert hatte. Um die Fußgängerzone nicht allzu sehr zu verstopfen, nahmen jeweils nur zwei Schauspieler an einem Stand Platz. Dennoch war während der Autogrammstunde in der Hamburger Straße kaum mehr ein Durchkommen.

Seit 20 Jahren immer dabei

Seit nunmehr bereits 20 Jahren kommt Birgit Hertenstein aus dem fernen Frankfurt am Main nach Bad Segeberg. Ihr Freund habe gar ein eigenes Karl-May-Zimmer, erzählte sie der Segeberger Zeitung, und dafür sammele sie Plakate und Bilder mit den Unterschriften der Stars.

Nadine Heidemann war mit einigen Freunden aus Bleckede angereist: „Das ist immer unser Jahreshighlight“, berichtete sie, als sie sich von Fabian Monasterios – alias Wokadeh, der Weiße Büffel – eine Unterschrift geben und mit ihm ablichten ließ. 

Nicht ganz so weit hatte es demgegenüber Heike Steckelies aus Timmaspe bei Neumünster. Sie hat mit ihrer Familie seit 1981 keine einzige Inszenierung ausgelassen und freut sich jetzt besonders auf die allerletzte Vorstellung, in der traditionsgemäß allerlei Ulk betrieben wird.

Silke Mailand und Andreas Schinke kommen erst seit drei Jahren ins Kalkberg-Stadion, dafür aber jedes Jahr zweimal: „Beim ersten Mal sitzen wir am Mittelgang, wo die Pferde vorbeireiten, danach schauen wir uns das Ganze noch einmal aus der ersten Reihe an.“

Auch ein Dauergast ist Karina Daniel aus Mölln. Seit 1993 besucht sie die Aufführungen regelmäßig und hat sich auch jedes Jahr für die Autogrammstunde einen besonderen Gegenstand ausgedacht. Dieses Jahr ist es ein großer Kaffeebecher, auf dem sie die Unterschriften sammelt. 

Viele Besucher kommen von weiter her

Generell fiel auf, wie viele Besucher von weiter her gekommen waren; was natürlich auch die örtlichen Gewerbetreibenden freute. Die Beteiligung der Geschäftsleute in der Innenstadt an der Aktion selbst blieb allerdings etwas hinter den Ankündigungen zurück. Sie ließen den Trubel eher über sich ergehen als mitzuwirken. Andererseits war angesichts der Fülle vor, während und nach der Karl-May-Aktion auch kaum noch Platz für größere Aktivitäten.

Foto-Aktion der SZ kam sehr gut an

Auf sehr gute Resonanz bei den Besuchern stieß die Aktion der Segeberger Zeitung. Direkt vor dem Verlagshaus am Ende der Hamburger Straße (oder am Beginn der Schlange vor dem Stand mit Alexander Klaws) gab es für Kinder die Möglichkeit, sich als Cowboy oder Indianer ausstaffieren und fotografieren zu lassen. Der Clou: Die per Fotobox entstandenen Bilder konnten direkt im Anschluss sofort ausgedruckt mitgenommen werden.

Die beiden Verlagsmitarbeiterinnen Johanna Reese und Anja Hartmann, die das Angebot betreuten, hatten am Sonnabendvormittag jedenfalls gute zwei Stunden lang alle Hände voll zu tun. Denn während sich der Nachwuchs aufs Holzpferd begab, konnten die Eltern an einem Preisausschreiben teilnehmen. Zu gewinnen gibt es eine Mini-Kreuzfahrt – allerdings nicht auf dem Silbersee, sondern auf der Ostsee. Vorteil: Ein Indianer-Überfall ist eher unwahrscheinlich. 

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Bilder der Aktion "Eine Stadt spielt Karl May"

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