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Segeberg Bernhard Dwenger neuer Amtsvorsteher
Lokales Segeberg Bernhard Dwenger neuer Amtsvorsteher
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09:50 11.01.2019
Von Birgit Panten
Wahlleiter Jörg-Hendrik Lorenz (links) aus Tangstedt gratulierte Bürgermeister Bernhard Dwenger aus Kayhude zur Wahl als Amtsvorsteher. Quelle: Birgit Panten
Itzstedt

Dwenger steht nun an der Spitze des Gremiums mit 23 Vertretern aus den sieben Gemeinden Itzstedt, Nahe, Kayhude, Oering, Seth, Sülfeld und Tangstedt (Kreis Stormarn) mit rund 19000 Einwohnern.

Die Christdemokraten waren aus der Kommunalwahl im Mai als stärkste Kraft hervorgegangen. Sie nutzten bei der Wahl zum Amtsvorsteher von Beginn an das ihnen zustehende gebundene Wahlrecht. Dieses bedeutet, dass nur die stärkste Fraktion einen Kandidaten vorschlagen kann. Alle anderen Parteien oder Bündnisse können keinen Kandidaten nominieren, auch wenn sie gesamthaft über die Mehrheit der Stimmen verfügen.

Insgesamt 78 Stimmen können bei Wahlen im Amtsausschuss vergeben werden, 34 von der CDU, 21 von den zusammengeschlossenen Wählergemeinschaften, 17 von der SPD sowie jeweils drei von der FDP und den Grünen, beide aus Tangstedt. Zuerst hatte sich Seths ehemalige Bürgermeisterin Maren Storjohann zur Wahl gestellt und erhielt in zwei Wahlgängen nicht die nötige Mehrheit der Stimmen. Danach schlug ihre Fraktion den neuen Bürgermeister aus Tangstedt, Jürgen Lamp, vor. Der ehemalige Polizeibeamter zeigte Stehvermögen und trat insgesamt acht Mal zur geheimen Wahl an, ohne Erfolg. Nach Ablauf einer Übergangsfrist zur Besetzung des Amtes hatte der Kreis Segeberg mit einem dreiköpfigen eingesetzten Gremium für Handlungsfähigkeit im lahmgelegten Ausschuss gesorgt.

Zahlreiche Verhandlungen abseits der Öffentlichkeit wurden geführt, innerhalb der Fraktionen, aber auch übergreifend. Die Sozialdemokraten waren es schließlich, die ihre Kollegen der CDU baten, mit Bernhard Dwenger doch jemand anderes aus deren Reihen als Kandidaten vorzuschlagen. Für diesen sei eine Mehrheit vorhersehbar. Dieser fand allerdings innerhalb der CDU-Fraktion zuerst keine Mehrheit. Der 69-jährige Landwirt Dwenger ist seit 15 Jahren Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde. „Ich habe mich nie nach vorne gedrängt“, betonte er in seinem Gespräch zu seiner ungewöhnlichen Nominierung, war dann aber doch enttäuscht gewesen, dass seine Parteifreunde in Besprechungen ohne ihn zuerst doch weiter an Lamp als Kandidaten festhalten wollten.

In der Weihnachtspause jedoch hatte es wieder viele Gespräche gegeben, zuletzt am vergangenen Montag, „sehr harmonisch“, wie der gescheiterte Jürgen Lamp betonte.  Er habe einsehen müssen, dass es bei der Vergabe der Position nicht um ihn als Person gegangen sei, sondern um sein Amt als Bürgermeister der größten Gemeinde. „Deshalb fühle ich mich nicht beschädigt, ich konnte die Rolle Tangstedts im Gespräch halten“, sagte er nach der Wahl Dwengers. Dieser hatte in seinen Dankesworten nach der Wahl betont, dass er sich dafür einsetzen würde, Tangstedt weiter im Amt zu halten.

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