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Segeberg Keine Wechselstimmung in Schmalfeld
Lokales Segeberg Keine Wechselstimmung in Schmalfeld
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18:33 08.05.2018
Von Lutz Timm
Marco Klinker – hier mit Ehefrau Stephanie – war Spitzenkandidat der neuen Wählergemeinschaft AS in Schmalfeld. Am Ende reichte es für 19,3 Prozent und zwei Sitze. Quelle: Alexander Christ
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Amt Kaltenkirchen-Land

Auch wenn sich die Machtverhältnisse verschieben: Der BVA bleibt in Alveslohe stärkste Kraft. Die Wählergemeinschaft erhielt 40,2 Prozent der Stimmen (Wahlbeteiligung: 52,9 Prozent) und damit sieben Sitze in der Gemeindevertretung. Die Wählergemeinschaft musste im Vergleich zur vorigen Wahl (2013: 47,1 Prozent) jedoch Federn lassen und verlor 6,9 Prozentpunkte und zwei Sitze. Kräftig zugelegt haben hingegen die Grünen. Sie kletterten um 7,7 Prozentpunkte auf 34,4 (2013: 26,7) und können damit künftig sechs Gemeindevertreter stellen. Die CDU verlor einen ihrer zuvor fünf Sitze und 0,8 Prozentpunkte (2013: 26,2, 2018: 25,4 Prozent). Dass Peter Kroll Bürgermeister bleibt und damit seine vierte Amtszeit antritt, ist sicher. Auch ohne die Unterstützung der CDU kommt der BVA auf eine Mehrheit. Neben Peter Kroll sitzen Ralf Kluge, Birgit Bornholdt-Winter, Karin Seebeck, Claudia Schröder, Stefan Jörss und Thomas Seemann für den BVA in der Gemeindevertretung, für die CDU Friederike Hinzke, Gerd Hinzke, Steffen Schacht und Gesche Graß. Die Grünen sind mit Gerhard Wichmann, Erika Wichmann, Inge Dethlefsen, Michael Nuckel und Karin Peters in dem Gremium vertreten.

Die Suche nach einem Bürgermeister hat begonnen

Auf veränderte Machtverhältnisse muss sich die CDU um den scheidenden Bürgermeister Hans-Burkhard Fallmeier in Hartenholm einstellen. Sie sackte um rund acht Prozentpunkte ab und verliert einen ihrer fünf Sitze in der Gemeindevertretung. Hatten die Christdemokraten 2013 noch 37,2 Prozent der Stimmen bekommen, waren es am Sonntag noch 29,0 Prozent. Weil Fallmeier angekündigt hat, nicht wieder für das Bürgermeisteramt zur Verfügung zu stehen, kommt die FWH in Zugzwang. Die Wählergemeinschaft ist mit 42,3 Prozent (2013: 33,5 Prozent) der Stimmen und fünf Sitzen (2013: vier) deutlich stärkste Kraft geworden – hat aber keinen Kandidaten für das Amt des Bürgermeisters. Laut der Vorsitzenden Ute Hartmann befindet sich der Wählergemeinschaft intern auf der Suche nach einem Kandidaten, verhandelt zugleich aber auch mit den anderen Fraktionen. Sie könne sich durchaus vorstellen, den Kandidaten eines Mitbewerbers zu unterstützen, sehe derzeit aber noch keine Tendenz, sagte Hartmann. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,3 Prozent. Für die Wählergemeinschaft ziehen Patrick Petersen-Lund, Derk Westheide, Ute Hartmann, Björn Johansson und Ingeborg Büge in die künftige Gemeindevertretung ein, für die CDU Wilhelm Hasenkamp, Stephanie Viktorin, Elfi Saupe und Melanie Tödt. Für die SPD sind Karl-Heinz Panten, Jenna Timm, Stefan Schröter und Kerstin Klein in dem Gremium vertreten.

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Gemeindeoberhaupt sucht Mehrheit

Ein Plus von rund drei Prozent und ein Sitz mehr – reicht das für die WGL, um Bürgermeister Norbert Dähling in Lentföhrden im Amt zu halten? Die Wählergemeinschaft gewann als einzige Kraft Stimmen dazu und erhielt 36,9 Prozent der Stimmen, bei der vorigen Wahl waren es noch 33,2 Prozent. Mit einer Wahlbeteiligung von 47,8 Prozent erlangte die WGL damit zwar die meisten Sitze, ist aber für die Wahl des Bürgermeisters auf Unterstützung angewiesen. Ob der ehemalige SPD-Mann Dähling die Stimmen der SPD bekommt, ist fraglich. Spannend wird, ob die CDU dem amtierenden Bürgermeister zu einer zweiten Amtszeit verhilft. Für die WGL sitzen Norbert Dähling, Dieter Logemann, Ulrich Krause, Peer Höller und Alexander Brosowski in der künftigen Gemeindevertretung, für die SPD Holger Pohlmann, Torsten Petersen, Nadine Wellschmied und Ingrid Pohlmann. Die CDU besetzt ihre Sitze mit Joannis Stasinopoulos, Katja Schroedter, Christian Wedtgrube und Steffen Decker.

Wähler stärken Amtsinhaber und seine Wählergemeinschaft

Die große Überraschung in Schmalfeld blieb aus, die Wählergemeinschaft WG um Bürgermeister Klaus Gerdes bleibt stärkste Kraft – und kann mit 60,4 Prozent (2013: 54,6 Prozent) sogar noch Stimmen und einen Sitz (2013: sieben, 2018: acht) dazugewinnen. Die ambitionierte neue Wählergemeinschaft AS, die sich zum Teil aus ehemaligen CDU-Mitgliedern rekrutiert, zieht mit zwei Sitzen (19,3 Prozent) in die künftige Gemeindevertretung ein. Das Ziel, den Bürgermeister zu stellen, ist damit in weite Ferne gerückt. Bei einer Wahlbeteiligung von 59,1 Prozent verlor auch die SPD einen ihrer vier Sitze, 20,3 Prozent (2013: 27,1 Prozent) der Wähler gaben ihr die Stimme. Für die WG ziehen Klaus Gerdes, Sebastian Sahling, Peter Lorenzen, Gerd Bölck, Rüdiger Völkl, Sonja Möckelmann, Torsten Helten und Irmtraud Domeyer in die künftige Gemeindevertretung ein, für die SPD Jochen Bettaque, Gerd Günther und Holger Rehder. Die AS ziehen mit Marco Klinker und Andreas Severin in das Gremium ein.

Personen stehen im Mittelpunkt

Nachdem 2013 in Nützen noch drei Alternativen auf dem Wahlzettel standen, stand diesmal (Wahlbeteiligung: 55,6 Prozent) nur eine Wählergemeinschaft zur Wahl: die AWG. Neben Bürgermeister Klaus Brakel bilden Klaus Fölster, Laura Hamm, Hans-Heinrich Wulf, Frank Thies, Werner Tesdorff, Holger Wesemann, Jens Matthias Müller, Sandra Lüke, Heiko Reinalter und André Paustian. die neue Gemeindevertretung.

Eine Partei, neun Sitze und eine Wahlbeteiligung von 47,2 Prozent: die CDU in Hasenmoor stellt mit Klaus Wilhelm Schümann, Frank Lütt, Heino Burmeister, Thore Lingstädt, Stephan Herholz, Hauke Krayenborg, Simon Kusak, Marco Fliegner und Dirk Ahrens die künftige Gemeindevertretung.

Einar Behn 08.05.2018
Gerrit Sponholz 08.05.2018
Lutz Timm 07.05.2018