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Segeberg Amtsleiter in der Kritik
Lokales Segeberg Amtsleiter in der Kritik
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15:01 22.09.2019
Von Sylvana Lublow
Amtsleiter Andreas Bigott (rechts), hier mit Sülfelds Bürgermeister Karl-Heinz Wegner, muss um seinen Posten fürchten. Quelle: Harald Becker
Itzstedt

Es ist noch nicht einmal ein Jahr her, dass das Amt Itzstedt landesweit von sich Reden machte: Nach der Kommunalwahl im Mai 2018 brauchten die Amtsausschussmitglieder vier Anläufe mit insgesamt elf Urnengängen, um im Januar dieses Jahres endlich einen neuen Amtsvorsteher zu wählen – bis dato ein Einzelfall in Schleswig-Holstein.

Gerüchte um Suspendierung nicht bestätigt

Seit ein paar Tagen gibt es nun abermals Wirbel um das Amt Itzstedt. Diesmal betroffen: der Amtsleiter Andreas Bigott (63). Der Beamte soll sich unbeliebt gemacht und falsche Entscheidungen getroffen haben. Gerüchte besagen, dass Bigott kurz vor einer Suspendierung stehen soll. Am Donnerstagabend tagte der Amtsausschuss und beriet im nicht-öffentlichen Teil über die Personalie Bigott. Doch sei dort in Sachen Amtsleiter nichts beschlossen worden, sagte Oerings Bürgermeister Bodo Nagel (WGO) der SZ. „Es ist ein laufendes Verfahren, es sind bisher keine Maßnahmen getroffen worden, es gibt keine Suspendierung“, so Nagel. Bigott befinde sich derzeit im geplanten Urlaub im Ausland – er wurde nicht beurlaubt, wie Gerüchte behaupteten. Nagel: „Es wird noch geprüft, ob es einen Anlass zum Handeln gibt.“ Es gebe Kritik am Amtsleiter, mehr aber auch nicht, so Nagel.

Drehleiter-Eklat war I-Tüpfelchen

Was genau die Gründe für die Kritik sind, darüber schweigen die Amtsausschussmitglieder beharrlich. Mobbing innerhalb der Amtsverwaltung habe es nicht gegeben, bestätigte Amtsvorsteher Bernhard Dwenger der SZ. Bigott soll außerdem den Kauf einer gebrauchten Drehleiter, den die Feuerwehr Nahe tätigen wollte, sabotiert haben. Doch das, so viel verriet Dwenger, sei nicht der Hauptgrund für die Kritik am Amtsleiter: „Das war nur das I-Tüpfelchen. Es handelt sich um interne Geschichten.“ Und damit habe er eigentlich schon zu viel verraten. Der Eklat um die Drehleiter habe sich laut Dwenger mittlerweile geklärt. „Die Feuerwehr kann ihre Drehleiter kaufen, das ist alles etwas kompliziert gelaufen.“

Stillschweigen vereinbart

Der Amtsausschuss hat sich selbst am Donnerstagabend einen Maulkorb verpasst. „Wir haben Stillschweigen vereinbart. Zu gegebener Zeit werden wir eine Pressemitteilung rausgeben“, sagte der Amtsvorsteher der SZ. Kein Amtsausschussmitglied traute sich, Informationen an die Öffentlichkeit zu geben, wie die SZ erfuhr, werde eine Zuwiderhandlung als Ordnungswidrigkeit geahndet. 

Am 7. Oktober beginnt Bigotts Dienst wieder

Dwenger sagte, dass noch keine 100-prozentige Entscheidung in Sachen Bigott getroffen wurde. Eine Entscheidung steht demnach also aus. Die soll aber nicht in Abwesenheit des Amtsleiters getroffen oder auch kommuniziert werden. Wenn Andreas Bigott am 7. Oktober seinen Dienst wieder antritt, wird er wohl als Erster erfahren, ob er auch weiterhin das Amt Itzstedt verwalten darf. 

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