Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Segeberg Solarstromanlage in Daldorf geplant
Lokales Segeberg Solarstromanlage in Daldorf geplant
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:32 14.08.2019
Von Klaus J. Harm
So ähnlich wie dieser Solarpark bei Felde an der A210 könnte auch die geplante Photovoltaikanlage in Daldorf aussehen. Auf zwei HektarFläche sind an der A21 über 2000 Module geplant. Quelle: Ulf Dahl
Daldorf

Sie wird aus 2300 Modulen bestehen. Die Daldorfer sollen von der Anlage nicht viel mitbekommen. Die Koppel ist rundherum mit hohen Knicks umsäumt. Zum Dorf hin soll noch ein weiterer Grüngürtel hinzukommen.

2300 Module

Diplom-Ingenieur Stefan Dörner, Projektleiter Photovoltaik bei Windwärts, erklärte während der Gemeindevertretersitzung, wie das Unternehmen auf die Daldorfer Fläche gekommen war: „Das Erneuerbare Energien Gesetz sieht vor, das PV-Anlagen nur im 110 Meter Randbereich von Autobahnen und Bahngleisen sowie Auskiesungsflächen und Truppenübungsplätzen errichtet werden sollen.“ Die Lage der Fläche an der A21 in Daldorf sei fast ideal: nach Süd-Südwest ausgerichtet und schattenfrei.

Bis drei Meter hoch

„Wir brauchen von den 2,2 Hektar auch nur knapp einen, um unsere Module aufzustellen“, führte Dörner aus. „Dabei werden keine Fundamente in den Boden eingebracht, die Module stehen auf Metallpfosten, mit dem unteren Rand 80 Zentimeter hoch, mit dem oberen Rand drei Meter.“ Die Fläche darunter bleibe begrünt und müsse regelmäßig gemäht oder von Schafen kurzgehalten werden.

Versiegelt würde demnach nur der Weg zur Trafostation, die den erzeugten Gleichstrom der Module in Wechselstrom im Mittelspannungsbereich, also 11 kVolt, umspannt und in das öffentliche Netz schickt. Alle Kabel würden als Erdkabel unterirdisch verlegt und das Gelände mit 600 Meter Zaun wolfsdicht eingezäunt. Niederwild wie Hasen und anderes Kleingetier sollten aber weiter auf die Fläche kommen, der Zaun ende daher zehn Zentimeter über Grund.

"Dinosaurierer der Branche"

Die Firma Windwärts habe bereits viele Erfahrungen mit PV-Anlagen gemacht: „Wir sind der Dinosaurier der Branche“, berichtete Stefan Dörner. „Zur Zeit betreiben wir bundesweit 26 Anlagen mit 33 Megawatt installierter Leistung. Alle Anlagen werden rund um die Uhr von der Leitwarte in Hannover betreut und gesteuert.“

Damit die Anlage in Daldorf errichtet werden darf, müsse zunächst Baurecht geschaffen werden. Stellvertretender Bürgermeister Günter Tüchsen hatte seine Gemeindevertreter daher versammelt, um über die Aufstellung eines Flächennutzungs- und Bebauungsplanes zu beschließen.

Zustimmend hörten sie den Ausführungen von Planer Stephan Gosch vom Planungsbüro Gosch, Schreyer und Partner zu, der das weitere Verfahren erläuterte und die Planänderungen ausgearbeitet hatte. Da es sich um einen projektbezogenen Plan handele, kämen auf die Gemeinde keine Kosten zu, diese würden vom Projektentwickler, also von der Firma Windwärts, getragen. Die würde dann im Ort eine Firma gründen und auch Gewerbesteuer zahlen.

Politiker stimmen zu

Die wenigen Quadratmeter, die für Zufahrt und Trafostation versiegelt würden, könnten durch einen breiten Grüngürtel im Norden zum Dorf hin mehr als ausgeglichen werden. Einstimmig fiel der Aufstellungsbeschluss der Gemeindevertretung, um das Verfahren auf den Weg zu bringen.

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Seit der Bleeck 2015 neu gestaltet und zur „Verkehrsberuhigten Geschäftszone“ wurde, wünschen sich die Bad Bramstedter Ortspolitiker einhellig, den Lastwagenverkehr vom Marktplatz zu verbannen. Doch dafür gab es bisher keine Genehmigung vom Kreis Segeberg. Die Grünen wagen nun einen neuen Vorstoß.

Einar Behn 08:27 Uhr

Bereits zum zweiten Mal in Folge wurden an der für den Durchgangsverkehr gesperrten Straße Steinlohredder/Lindenbergredder zwischen Oering und Itzstedt die Hinweisschilder auf die Sperrung geklaut. Laut Oerings Bürgermeister Bodo Nagel (WGO) wurde Anzeige erstattet.

Nicole Scholmann 05:31 Uhr
Segeberg Sichtweisen "unvereinbar" - Kein Kompromiss am Nelkenweg in Sicht

In Sachen Nelkenweg wird die Stadtvertretung in Bad Segeberg eine sehr unbequeme und für einige Beteiligte höchst schmerzhafte Entscheidung treffen müssen: Auch nach drei Abstimmungsgesprächen zur Bebauung der Brachfläche stehen sich Investoren und Anwohner nach wie vor unversöhnlich gegenüber.

Michael Stamp 13.08.2019