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Segeberg 435.000 Euro für Sanierung der Radwege
Lokales Segeberg 435.000 Euro für Sanierung der Radwege
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19:41 28.08.2018
Von Michael Stamp
Der marode Radweg entlang der Hamburger Straße in Bad Segeberg soll gründlich saniert werden. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Von der Fußgängerzone bis zu Möbel Kraft sind die Radwege ordentlich ausgebaut. Von der B206-Brücke bis zum Ortsausgang hingegen wurde seit Jahrzehnten nichts gravierend verbessert. Diese Strecke ist stadtauswärts laut Robin-Arne Otten vom Bauamt rund 1000 Meter lang. Auf der Gegenseite gibt es einen etwa 300 Meter langen Radweg zwischen der Theodor-Storm-Straße und der Brücke über der Bundesstraße 206. Beide Seiten seien „in einem sanierungsbedürftigen Zustand“, formuliert Otten die Lage äußerst diplomatisch.

Seniorin fürchtet, mit dem Rad auf die Straße zu kippen

Zu denen, die den Radweg nahezu täglich nutzen, gehört Marina Dreher. Die 81-Jährige ist auf einem Dreirad unterwegs, da sie häufig größere Gegenstände zu transportieren hat. „Ich fahre zu meinem Schrebergarten.“ Während der vergangenen Monate sei sie wegen der sommerlichen Hitze täglich dort gewesen, um die Pflanzen zu bewässern. Entlang der Hamburger Straße weicht die Seniorin auf den Bürgersteig aus, da er in besserem Zustand ist als der Radweg – und ihr mehr Sicherheit bietet. „Ich habe Angst, mit dem Rad auf die Straße zu kippen, so schlecht wie der Radweg hier ist.“

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Auch Hermann Bauer, der im Seniorenbeirat aktiv ist, radelt dort öfter. „Ich sage seit Jahren, dass das hier so nicht geht.“ Dass nun etwas passieren soll, sei sehr erfreulich. „Wir haben in Bad Segeberg aber einige Ecken, wo es für Radfahrer nicht einfach ist.“

Drei Viertel der Baukosten werden aus Fördermitteln bezahlt

Das Bauamt hat sich wieder einmal auf die Suche nach Fördertöpfen gemacht, damit die Stadt solch ein Großprojekt nicht allein bezahlen muss – und die Bemühungen waren erneut von Erfolg gekrönt. „Der Kreis Segeberg hat ein Förderprogramm für die Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur aufgelegt“, erläutert Otten. Der Kreis werde drei Viertel der Baukosten von 372.000 Euro übernehmen. Otten ist optimistisch, dass auch von den Planungs- und Ingenieurkosten, die weitere 62.000 Euro betragen, ebenfalls 75 Prozent über Fördermittel angerechnet werden können.

Beraten wird das Thema am Mittwoch, 5. September, ab 18.30 Uhr im Bauausschuss. Er tagt im Bürgersaal des Rathauses. Das letzte Wort hat am Dienstag, 18. September, an gleicher Stelle die Stadtvertretung.

Birgit Panten 28.08.2018
Gerrit Sponholz 28.08.2018
Nicole Scholmann 28.08.2018