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Segeberg Arme Schüler verschmähen Mensa-Geld
Lokales Segeberg Arme Schüler verschmähen Mensa-Geld
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19:03 16.06.2009
Kreis Segeberg

Das zeigte sich bei einer Stichprobe an Schulen im Norden des Kreises Segeberg. „In unserer Schule wären etwa 15 Schüler pro Jahrgang berechtigt, Zuschüsse zu bekommen, weil ihre Eltern wenig Geld verdienen oder Hartz IV bekommen“, sagt Pamela Krassau, Sozialpädagogin an der Boostedter Grund- und Gemeinschaftsschule. „Tatsächlich nimmt aber nur einer pro Jahrgang das in Anspruch.“ Durch den Zuschuss des Kreises wird der Preis der warmen Mahlzeit von 2,50 auf 1,50 Euro reduziert. Durchschnittlich 50 Mal im Monat wird das in Boostedt genutzt.

In Bornhöved sieht es ähnlich aus. „Ich überlege schon, ob es in Bornhöved überhaupt keine Armut gibt“, sagt Bürgermeisterin Helga Hauschildt. An Unkenntnis könne es nicht liegen. „Wir haben den Eltern fünf Mal Briefe geschickt, in denen wir auf das Angebot hingewiesen haben.“ Wo die Hemmschwelle liegt, kann sich auch Johanna Kegel nicht erklären. Sie ist in der Bornhöveder Amtsverwaltung zuständig für die Bearbeitung der Formulare. „Kein anderer bekommt mit, wessen Essen bezuschusst wird“, betont sie. Wenn die Eltern ihren Antrag mit Verdienstnachweis abgegeben haben, erfahre nur die Sekretärin in der Schule, dass sie für die Essensmarken in Trappenkamp statt 2,50 nur 1,50 Euro und in Bornhöved statt 2,80 nur 1,80 Euro nehmen muss. „In der Mensa sind dann alle Essensmarken gleich“, betont Hans-Joachim Henze, Koch an der Integrierten Gesamtschule Trappenkamp. Auch er bedauert, dass nicht mehr Schüler ein warmes Essen bekommen. Immerhin gebe es einen Missstand nicht mehr: „Als ich vor zwei Jahren kam, haben sich noch drei oder vier Schüler das Essen auf einem Teller geteilt.“ Am besten wäre es, da sind sich die Befragten einig, wenn die Essen für alle Schüler bezuschusst würden. Dann käme auch nicht mehr vor, was in Boostedt nach wie vor gang und gäbe ist. „Wenn die allgemeine Essenszeit vorbei ist“, berichtet Pamela Krassau, „kommen einige Schüler und fragen, ob sie das Essen, das nicht verkauft wurde, umsonst bekommen.“

dsn

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