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Segeberg Bürgermeisterin Jeske erstattet Anzeige
Lokales Segeberg Bürgermeisterin Jeske erstattet Anzeige
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08:14 18.09.2019
Von Einar Behn
Der Asklepios-Konzern, hier der Sitz in Hamburg Barmbek, will den Kaufvertrag mit Bad Bramstedt möglicherweise rückgängig machen. Quelle: Maiken Behn
Bad Bramtsedt

Jeder Stadtverordnete sei verpflichtet, vertrauliche Angelegenheit für sich zu behalten. „Es geht darum, Schaden von der Stadt abzuhalten“, so Jeske

Was war passiert? Ein Unbekannter hatte auf Facebook unter einem gefakten Profil mit dem Namen Khalid Rufus bekannt gegeben, dass Asklepios sein großes Zentrallager nicht in Bad Bramstedt bauen wird und die Stadt Millionen Euro Schadenersatz bezahlen müsse. Fakt ist, dass es Probleme mit dem sumpfigen Baugrund gibt. Der Hamburger Krankenhauskonzern wirft der Stadt vor, falsche Angaben über die Beschaffenheit des Untergrundes gemacht zu haben. Nun wird verhandelt, ob der Kaufvertrag rückgängig gemacht wird oder es eine andere Lösung gibt. 

Fraktionen waren eingeweiht

Jeske hatte das Schreiben der Asklepios-Rechtsabteilung am vergangenen Freitagabend an die vier Bad Bramstedter Fraktionsvorsitzenden geschickt – mit der Anmerkung: „streng vertraulich!“ 24 Stunden später plauderte der angebliche Khalid Rufus daraus auf Facebook, löschte es dann aber auch sehr schnell wieder. Der Vorgang war auf FDP-Antrag am Montagabend auch Thema in der Stadtverordnetenversammlung, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zwei Fraktionsvorsitzende räumten ein, ihre Fraktionskollegen eingeweiht zu haben. Das, sagt Jeske, sei auch kein Rechtsbruch. Jeder Stadtverordnete habe das Recht, in vertrauliche Unterlagen zu blicken, er dürfe damit nur nicht an die Öffentlichkeit gehen. 

Undichte Stelle im Rathaus?

Der Kreis der Eingeweihten ist durch die Einbeziehung der Fraktionen jedoch groß geworden, was die Aufklärung deutlich erschweren wird. Außerdem war auch das Bauamt der Stadt eingeweiht. Möglicherweise kam die Indiskretion aus dem Rathaus selbst. Jeske glaubt daran nicht: „Da stelle ich mich vor meine Mitarbeiter, aus der Verwaltung kommt das bestimmt nicht.“

Wie das erweiterte Rathaus in Kaltenkirchen künftig aussehen soll, steht jetzt fest. Ein Preisgericht hat entschieden: Der Architekt Martin Froh konnte sich gegen 14 Mitbewerber durchsetzen. Fünf davon kamen in die engere Auswahl. Froh erhielt den Zuschlag und eine Prämie über 4500 Euro.

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