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Segeberg Auch der ADAC will Tempo 30
Lokales Segeberg Auch der ADAC will Tempo 30
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06:00 02.04.2019
Von Einar Behn
Der Maienbeeck ist auch sieben Jahre nach Fertigstellung der Ortsumgehung vom Autoverkehr bestimmt. Der ADAC will hier das Tempo auf 30 km/h reduzieren. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Der Vorstand des rund 80 Mitglieder zählenden „Motor-Sport-Club Roland – ADAC-Ortsgruppe Bad Bramstedt“ hatte an einem Werktag am späten Vormittag per Stoppuhr die Geschwindigkeit im Maienbeeck gemessen. Durchschnittlich waren die Autos mit 43 km/h unterwegs. Erlaubt sind 50 Stundenkilometer. Elf Prozent waren zu schnell, der Spitzenreiter fuhr 61 km/h. Insgesamt hielt sich die weitaus größte Zahl der Autofahrer an die Tempobeschränkung.

ADAC hält Geschwindigkeit im Maienbeeck für zu hoch

ADAC-Ortsgruppen-Vorsitzender Hartmut Müller hält den Maienbeeck dennoch für gefährlich. „Hier sind viele Schüler unterwegs, sowohl von der Grundschule Maienbeeck als auch von der Gemeinschaftsschule Auenland. Die Durchschnittsgeschwindigkeit von 43 km/h ist dafür deutlich zu schnell“, so Müller. Die Straße sei durch beidseitig parkende Autos unübersichtlich. Fußgänger, vor allem Schüler, überquerten die Fahrbahn häufig, weil es auf beiden Seiten Bushaltestellen gebe, oder um zur Eisdiele, zum Bäcker oder anderen Geschäften zu gelangen.

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Wie auch schon von der SPD gefordert, will der ADAC die Straße durch die Anordnung von Tempo 30 entschärfen, allerdings nur auf einer Länge von 200 bis 300 Metern. Die SPD will dagegen eine verkehrsberuhigte Zone in der früheren Bundesstraße 206 und heutigen Kreisstraße 111. Ein Speed-Display könnte die Autofahrer ebenfalls zum Tritt auf die Bremse veranlassen, meint Müller.

Probleme sieht ADAC auch in anderen Straßen

Auch über andere Straßen hat sich der ADAC Gedanken gemacht. Im Straßenzug Kirchenbleeck / An der Beecker Brücke soll vor dem Restaurant "Schönes" die Linksabbiegespur zur Mühlenstraße zur Geradeausspur werden, die derzeitige Geradeausspur den Rechtsabbiegern zur Glückstädter Straße vorbehalten sein. "Wir wollen dadurch den Stop-and-go-Effekt vermeiden“, sagt Müller. Durch die hohe Auffahrrampe zum Bleeck kommt es dort immer wieder zu Rückstauungen. 

Für den Kirchenbleeck wünscht sich der ADAC zudem zumindest versuchsweise eine Querungshilfe für Fußgänger in Höhe Findefuxx. Dort beginnt die Linksabbiegespur zum Maienbeeck, die nach Auffassung des ADAC unnötig lang ist. 

Christian Detlof 01.04.2019
Michael Stamp 01.04.2019
Gerrit Sponholz 01.04.2019
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