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Segeberg Küchenbrand an der Fußgängerzone
Lokales Segeberg Küchenbrand an der Fußgängerzone
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17:54 26.04.2019
Von Michael Stamp
Mit der Drehleiter drang die Bad Segeberger Feuerwehr auf das Dach des betroffenen Gebäudes vor. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Gegen 20 Uhr brauste die Wehr mit 42 Einsatzkräften in acht Fahrzeugen in die Bad Segeberger Innenstadt. Ihr Ziel: ein Gebäude neben der historischen Volksbank-Niederlassung. „Die Leitstelle Holstein hatte mehrere Notrufe erhalten, dass im 2. Obergeschoss Flammen und Rauch aus dem Fenster zu sehen waren“, berichtet Wehrführer Mark Zielinski, der zugleich als Einsatzleiter vor Ort war. „Beim Eintreffen der ersten Kräfte drang schwarzer Rauch aus der betroffenen Wohnung und aus dem Dachbereich.“ Parallel wurden Polizei und Rettungsdienst an die Kirchstraße gerufen.

Heißes Öl in der Pfanne setzte die Küche in Brand

Laut Zielinski war es offenbar beim Herstellen des Abendessens zu dem Unglück gekommen. „Die Brandursache wird noch von der Kriminalpolizei ermittelt, aber so wie wir das gesehen haben, ist dort Öl in der Pfanne zu heiß geworden und hat sich entzündet“, berichtet der Einsatzleiter. Die Flammen hätten dann in Windeseile auf die Dunstabzugshaube und einen Oberschrank übergegriffen. Die Bewohner verließen darauf schleunigst das Gebäude – und das vollkommen zurecht.

Um 20.17 Uhr hieß es "Feuer aus"

„Die ersten Atemschutztrupps konnten das Feuer schnell im Innenangriff bekämpfen und somit ein weiteres Ausbreiten in den Dachbereich verhindern“, erläutert Zielinski. Zur Sicherheit sei die Drehleiter in Stellung gebracht worden. Bereits um 20.17 Uhr konnte „Feuer aus“ gemeldet werden – doch die Arbeit der ehrenamtlichen Brandschützer war noch nicht beendet. Sie fürchteten, dass sich das Feuer unbemerkt in den Dachstuhl ausgebreitet habe. „Bei diesen Altbauten wurde in Fachwerktechnik gebaut und häufig mit Strohmatten gedämmt“, sagt Zielinski. „Da sind dann schnell mal Glutnester.“ Mit der Wärmebildkamera wurde diese Gefahr aber ausgeschlossen. 

Kriminalpolizei hat die Brandstelle beschlagnahmt

Die Brandstelle wurde routinemäßig von der Kripo für die weiteren Ermittlungen beschlagnahmt. Laut Polizeisprecherin Silke Westphal wird von fahrlässiger Brandstiftung ausgegangen. Der Schaden liege bei mindestens 15 000 Euro.

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