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Segeberg Kaltenkirchen kann auch Oktoberfest
Lokales Segeberg Kaltenkirchen kann auch Oktoberfest
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17:34 29.09.2019
Von Klaus-Ulrich Tödter
Ausgelassene Stimmung herrschte am Sonnabendabend im großen Festzelt. Sogar auf den Tischen wurde getanzt. Quelle: Klaus-Ulrich Tödter
Kaltenkirchen

Dem Sonntag setzte dann Stargast Werner Böhm, viel besser bekannt unter dem Pseudonym Gottlieb Wendehals, die Krone auf. Der 78-Jährige erlitt vor seinem geplanten Auftritt einen Schwächeanfall, zog sein Programm aber, sichtlich angeschlagen, durch.

Bürgervorsteher beschädigt Zapfanlage

Die 14. Sause dieser Art der Kaltenkirchener Bank begann schon mit einem kleinen Malheur. Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe beschädigte beim ersten Versuch des traditionellen Fassabstichs die Zapfanlage und zerstörte auch gleich noch ein großes Bierglas. Beim zweiten Mal machte er es besser.

In diesem Jahr war das Festgelände rund um die Bank am Bahnhof erweitert worden. Auch die Straße vor dem Geldinstitut war mit einbezogen worden, so dass noch mehr Tische, Bänke und Gastronomie Platz fanden. Wie es sich für ein echtes Oktoberfest gehört, gab es das Passende für Hunger und Durst, unter anderem Paulaner-Bier vom Fass, Haxen, Hendeln, Weißwurst, Leberkäs und Kaiserschmarrn.  

Lederhose und Dirndl waren ein Muss

Ganz auffällig war dieses Mal, dass sehr viele Besucher zünftig angezogen kamen, die Männer in Trachtenlederhose, kariertem Flanellhemd, passenden Socken und Westen. Die Damen bevorzugten Dirndl-Outfits, zumeist fesch, süß und mitunter recht sexy. Für die Mitarbeiter der Bank, von den Vorständen Johann Fuhlendorf und Sven Peters bis hin zu den Auszubildenden wie Selina Kleine-Erfkamp, ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit, auch so zünftig angezogen zum Fest zu erscheinen.

Auch musikalisch stand einiges auf dem Programm. Nach den Jagdhornbläsern Hubertus aus Kaltenkirchen und der Feuerwehrkapelle Hartenholm ging es dann ab 18 Uhr am Sonnabend mit Discjockey Thomas so richtig los. Er spulte ein Feuerwerk an Wies`n-Hits ab wie „Hulapalu“ oder auch „Cordula Grün“. Da war es kein Wunder, dass das Bier in Strömen floss und auf den Tischen getanzt wurde. „Die Stimmung hier ist einfach genial, das wird von Jahr zu Jahr besser“, sagte Thomas Schmidt aus Bad Bramstedt. Damit traf er wohl die Meinung aller.

Landfrauen tischten auf

Wer nach dem ausgelassenen Feiern am Sonnabend keine Lust auf Frühstück zu Hause hatte, konnte Sonntagvormittag einfach wieder ins Partyzelt kommen, denn da hatten die Landfrauen aufgetischt. Auf dem Außengelände blieb es wegen des Dauerregens aber leer.

Gespannt warteten die Gäste im gut gefüllten Zelt um 13 Uhr auf den mittlerweile 78-jährigen Gottlieb Wendehals. Als er dann mit rund halbstündiger Verspätung erschien, noch leicht mitgenommen und zitterig, bedankte er sich beim Kaltenkirchener Arzt Dr. Jochen Gerlach, der zufällig unter den Gästen war und ihn wieder fit gemacht hatte. Die ersten Lieder spulte Wendehals im Sitzen ab. Sein Manager musste ihm immer wieder zurufen, welchen Song er denn nun singen sollte. Das klappte dann auch einigermaßen. Sein schwarz-weiß kariertes Jackett trug er zwar, aber seine Markenzeichen, die zerfledderte Aktentasche und sein Gummihuhn, fehlten. „Die sind mir bei einem Auftritt in Bad Grund abhandengekommen“, sagte Wendehals, der dann doch durchhielt und auch noch seine „Polonäse Blankenese“ trällerte, die die Besucher aber nicht von den Sitzen riss.

Parallel zur Veranstaltung der Kaltenkirchener Bank fand in der Innenstadt ein Herbstfest mit verkaufsoffenem Sonntag statt, das aber im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel.

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