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Segeberg Perspektiven für die Kurhausstraße
Lokales Segeberg Perspektiven für die Kurhausstraße
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17:35 12.02.2019
Von Detlef Dreessen
Kommunalpolitiker, Vertreter der Unternehmerschaft und Mitschüler des Berufsbildungszentrums verfolgten interessiert die Ausführungen der angehenden Kaufmännischen Assistenten zum Thema Attraktivität der Kurhausstraße. Quelle: Detlef Dreessen
Bad Segeberg

Die angehenden Kaufmännischen Assistenten stellten vor Mitschülern, Kommunalpolitikern und Vertretern der Unternehmerschaft die Ergebnisse einer Umfrage vor, die sie im Rahmen ihrer Ausbildung erstellt haben.

Initiative der Geschäftsleute

Den Anstoß hatte Marlis Stagat, Vorsitzende der Unternehmensvereinigung „Wir für Segeberg“ (WfS) gegeben. Sie wollte wissen: „Was muss aus Sicht der ansässigen Unternehmen/Anwohner getan werden, um die Kurhausstraße attraktiver zu gestalten? Welche Mindestvoraussetzungen (zum Beispiel im Hinblick auf Barrierefreiheit) müssen zukünftig gegeben sein?

370 Anwohner, Kunden, Passanten, Unternehmer und Angestellte wurden befragt. So galt es die Meinungen von 251 Kunden, 56 Unternehmern und Angestellten sowie 63 Anwohnern zu 17 Fragen auszuwerten.

Alle einig: Situation ist unbefriedigend

Einigkeit bestand, dass die Park- und Verkehrssituation unbefriedigend sei. Für eine Sanierung seien aber die wenigsten gewesen, berichteten die Schüler und untermauerten jede ihre Aussage mit Balkendiagrammen. Eine Einbahnstraße sei von den meisten Befragten befürwortet worden. Eine Tempo-30-Zone, die mit fest installiertem Blitzer überwacht wird, werde von 194 Befragten unterstützt und von 144 abgelehnt. Dies würde die Sicherheit von Fußgängern und Fahrradfahrern verbessern, so die Erklärung der Schüler. Auch breiter gehaltene Fuß- und Radwege wurden gewünscht. Für ein Parkhaus sprachen sich 260 der Befragten aus.

Schlechte Zeugnisnoten gaben die Befragten der Qualität von Straße (3+), Fußweg (4+) und Radwegen (4). Anschaulich wurde dies bei eingeblendeten Filmen, die zeigen, wie die Schüler versuchen, im Rollstuhl sitzend Straßeneinmündungen zu überqueren.

Mehr Grün gewünscht

Das einzige, was an der Straße als schön bezeichnet wurde, waren immer wieder die Bäume und Grünanlagen. Die Mehrheit der Befragten wünschte sich davon mehr. Auch eine einheitliche Beleuchtung wurde gefordert.

Bei der Finanzierung wollten die Anwohner nicht allzu stark zur Kasse gebeten werden. Besser sei es, wenn alle Einwohner Bad Segebergs und der städtische Haushalt die Kosten übernähmen.

Bad Segebergs Bürgervorsteherin Monika Saggau (CDU) und die anderen anwesenden Kommunalpolitiker von CDU, SPD, BBS und Grünen hielten sich mit direkten Reaktionen zurück, gerieten aber nach dem Vortrag in intensive Gespräche mit den Kaufleuten.

Immerhin zwei konkrete Anregungen fielen sofort auf fruchtbaren Boden. Bei ihren Untersuchungen zur Barrierefreiheit hatten die Schüler festgestellt, dass bei einigen Ampeln die Vibrationssignale für Sehbehinderte zu schwach sind. Außerdem könnten Geschäfte und Institutionen es Gehbehinderten einfacher machen, indem sie für sie spezielle Klingeln an Stufen und Treppen anbringen. „So etwas habe ich schon bestellt“, berichtete Reinhard Schweim.

Ergebnisse auf Facebook und Instagram nachzulesen

Sabine Großmann, Vorstandsassistenz von WfS, hatte gleich eine Idee für eine Folgeveranstaltung. „In einem Jahr könnten die Kommunalpolitiker wieder in die Schule kommen und ihrerseits zeigen, was sie getan haben.“ Erst einmal sollen die Ergebnisse der Umfrage auf der Homepage von Wir für Segeberg sowie auf Facebook und Instagram präsentiert werden.

Verdient haben es die Schüler. Vier Wochen lang haben sie daran gesessen, berichtete Klassensprecherin Lea Wolf. „Es war ein Fulltimejob.“

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