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Segeberg Ärztezentrum soll im Herbst starten
Lokales Segeberg Ärztezentrum soll im Herbst starten
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17:22 31.01.2020
Von Einar Behn
Hier auf dem Gelände, auf dem auch die Erdgastankstelle der Stadtwerke steht, soll das Ärztezentrum gebaut werden. Der Stadt gehören hier 7000 Quadratmeter. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Jeske hatte sich zuvor mit der Ärztegenossenschaft Nord beraten, die auch in der Sozialausschusssitzung vertreten war, und in nicht-öffentlicher Sitzung den genauen Weg zur Gründung eines MZV aufzeigte. Die Beschlüsse traf der Sozialausschuss an Donnerstagabend ebenfalls in nicht-öffentlicher Sitzung. Bürgermeisterin Verena Jeske gab sie aber am Freitag bekannt. 

Stadt wird Träger

Beschlossen wurde, ein Medizinisches Versorgungszentrum zu gründen, das von der Stadt geführt wird. Dafür soll eine gemeinnützige GmbH gegründet werden. Jeske stellte klar, dass ein MVZ, das von den Krankenkassen auch anerkannt ist, Ärzte anstellt. Dies werden in erster Linie ortsansässige Mediziner sein, die die letzten Jahre vor dem Ruhestand, ihre Praxis aufgeben, um etwas kürzerzutreten. Auch junge Ärzte von auswärts haben bereits Interesse bekundet, dort mit einzusteigen.

Zwei Etagen in Ex-Raiba-Gebäude

Gestartet wird das MVZ im Gebäude der VR Bank in Holstein, der bisherigen Raiffeisenbank, am Bleeck. Auch das beschloss der Sozialausschuss. Durch die Bankenfusion stehen dort viele Büros leer. „Wir werden zwei Etagen mit 400 Quadratmetern anmieten“, so Jeske. Die Büros sollen in den nächsten Monaten für den neuen Verwendungszweck umgebaut werden. Jeske: „Im September oder Oktober wollen wir mit dem MVZ dort starten.“ 

Neubau in der König-Christian-Straße

Im Bankgebäude soll das MVZ aber nur für eine Übergangszeit bleiben. Der Sozialausschuss beschloss, einen Bebauungsplan für das Grundstück an der Erdgastankstelle in der König-Christian-Straße aufstellen. Die Stadt hat hier ein 7000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem das Ärztezentrum gebaut werden soll. Wer es baut, ist noch nicht entschieden, denkbar sei durchaus auch ein Privatunternehmer, sagte Jeske. Sie persönlich halte es aber für sinnvoller, wenn die Stadt es errichtet. „Wir können dafür Städtebaufördermittel in Anspruch nehmen, bekommen als Stadt günstigere Kredite und können es auf 80 Jahre abschreiben.“ Außerdem sei die Stadt dann nicht von etwaigen Mieterhöhungen betroffen. 

Für das Grundstück gegenüber der Amtsverwaltung Bad Bramstedt-Land spreche die sehr zentrale Lage, einschließlich der Nähe zum Bahnhof. Benötigt würden für ein Ärztezentrum 5000 Quadratmeter, sodass dort noch genügend Reserven zur Verfügung stünden, so Jeske

Auch Apotheken und Zahnärzte willkommen

Außerdem, der vierte Grundsatzbeschluss, wird ein Interessenbekundungsverfahren gestartet, vergleichbar einer öffentlichen Ausschreibung. Hierauf können sich medizinische Dienstleister bewerben, die in das Ärztezentrum als Mieter einziehen wollen: Apotheken, Physiotherapeuten, Zahnärzte beispielsweise. Durch die Mieteinnahmen können zumindest teilweise die Schulden getilgt werden, so das Kalkül.

Bauunternehmer abgelehnt

In der Sozialausschusssitzung waren auch zwei Bauunternehmer anwesend, die sich zuvor – unterstützt von der CDU – beklagt hatten, von Jeske nicht einmal angehört worden zu sein. Sie wollten in der Rosenstraße auf dem Grundstück der Praxis Alnor ein Ärztezentrum bauen. Sie stellten in nicht-öffentlicher Sitzung ihren Plan vor, überzeugten damit aber offenbar nicht. Die Beschlüsse im Sozialausschuss fielen noch Information der Segeberger Zeitung einstimmig. 

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