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Segeberg Alte Rohre verzögern Umbau am Gymnasium
Lokales Segeberg Alte Rohre verzögern Umbau am Gymnasium
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09:31 08.11.2019
Von Einar Behn
Schulleiter Dr. Holger Oertel und Bürgermeisterin Verena Jeske sind sich einig. Die alte über 30 Jahre alte Heizung muss ersetzt werden. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Im Heizungsraum der Jürgen-Fuhlendorf-Schule (JFS) herrscht ein ständiges Rauschen. Die große Heizungsanlage läuft nach Angaben des Hausmeisters um diese Jahreszeit unter Volllast. Einmal am Tag fällt sie wegen Überlastung auch aus. Dann muss der Brenner neu gestartet werden. Die mit Gas betriebene Anlage ist rund 30 Jahre alt. Zuvor war das 1972 gebaute Gymnasium mit Öl beheizt worden, die Tanks befinden sich noch unter dem Schulhof. Der Heizungsraum ist im Hauptgebäude, von hier aus verlaufen unterirdisch Heizungsrohre entlang der Rasenfläche auf dem Schulhof zur alten Sporthalle. Von dort gibt es weitere Rohre zur neuen Sporthalle, die in den 1990er-Jahren gebaut wurde.

Fußbodenheizung für den Schulhof

„Wir haben eine Fußbodenheizung für den Schulhof“, lästert Bürgermeisterin Verena Jeske. „Die Jürgen-Fuhlendorf-Schule ist der größte Energiefresser, den wir in der Stadt haben.“ Pro Jahr fallen 180.000 Euro an Energiekosten an. Zum Vergleich: Das ist in etwa so viel, wie die gesamte Straßenbeleuchtung in Bad Bramstedt an Strom kostet. Die Probleme mit der Heizung sind schon seit Jahren bekannt, aber die Stadt schreckte immer vor der Investition zurück.

Bevor nun, wie bereits 2017 beschlossen, der Schulhof erneuert wird, müsse zunächst geklärt werden, was aus der Heizung wird. „Entweder die beiden Sporthallen bekommen eigene moderne Gasheizungen oder wir bauen ein Blockheizkraftwerk“, so die Bürgermeisterin. Das könnte dann wahrscheinlich wieder im jetzigen Heizungsraum eingebaut werden und über besser isolierte Fernwärmeleitungen die Sporthallen mitversorgen.

Gutachten ohne Aussage

 Die Stadt hatte bei einem Experten ein Gutachten in Auftrag gegeben, um zu klären, was die bessere Variante ist. Aber die Bürgermeisterin ist mit dem Gutachten nicht zufrieden: „Wir haben nur viele bunte Bilder bekommen und wissen eigentlich nur, dass wir eine neue Heizung brauchen“, so Jeske. Nun werde eine Nachbearbeitung vom Gutachter gefordert und auch schon einmal nach Kostenvoranschlägen für verschiedene Varianten bei den Stadtwerken nachgefragt.

Geplant war, bereits 2018 das Außengelände der Schule umzubauen. Mittlerweile sind seit dem Beschluss zwei Jahre verstrichen, ohne das ein Bagger gekommen ist. Schulelternbeiratsvorsitzende Sophie Adrian sagt, es sei höchste Zeit, endlich mit dem Umbau zu beginnen, vor allem wegen der sehr kritischen Verkehrssituation vor der Schule. „Seit Beginn des neuen Schuljahres ist es schon an mehreren Tagen zu sehr kritischen Situationen gekommen, vor allem an Regentagen, wenn viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen. Dann können die Schulbusse nicht mehr durchkommen.“ Die Lehrer hätten schon eingreifen müssen. Durch den geplanten Umbau soll nicht nur der Schulhof schöner, sondern auch die Verkehrssituation vor der Schule entschärft werden, die vor allem für die radfahrenden Schüler gefährlich ist. 

Bauarbeiten nicht im Winter beginnen

Jeske sagt, es ergebe keinen Sinn, mit den Tiefbauarbeiten zu beginnen, bevor nicht klar sei, ob und wo über das Gelände neue Rohre verlegt werden müssen. Auch wenn die beiden Sporthallen eigene Gasheizungen bekämen, müssten Gasrohre dort hinverlegt werden. Jetzt im Winterhalbjahr könne ohnehin nicht mit Tiefbauarbeiten begonnen werden, außerdem werde die Heizung benötigt, ein Austausch sei erst nach der Heizperiode möglich. 

Nach dem neuen Zeitplan soll nun im Frühjahr 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bürgermeisterin kündigte an, wenn sich das Verkehrsverhalten der Eltern nicht ändere, die Schule für den Verkehr „ganz abzuriegeln“. Dann sei es eben nicht mehr möglich, die Kinder bis vor die Schule zu fahren. 

Sophie Adrian sagt: „Ich bin seit 2015 mit den Planungen der Umgestaltung beschäftigt.“ Ein Jahr werden die Bauarbeiten wohl dauern und genau dann fertig werden, wenn ihre Tochter 2021 Abitur macht. „Sie hat dann nichts mehr vom neuen Schulhof“, so die Elternsprecherin. 

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