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Segeberg Ammoniak bei Vion ausgetreten
Lokales Segeberg Ammoniak bei Vion ausgetreten
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18:39 29.09.2016
Von Einar Behn
Bei der Firma Vion ist Ammoniak ausgetreten. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Arbeiter hatten gegen 11.30 Uhr den beißenden Geruch der Kühlflüssigkeit bemerkt, auch die automatische Sirenenanlage sprang an. Daraufhin mussten sämtliche Mitarbeiter die Schlachthofhallen und Büros verlassen und sich ins Freie begeben. „Das lief alles sehr ruhig ab“, sagte ein Firmensprecher. Nur ein Techniker, der versucht hatte, das Leck zu finden, musste sich nach Polizeiangaben in ärztliche Behandlung begeben. In den umliegenden Wohngebieten und den anderen Firmen im Gewerbegebiet bestand zu keiner Zeit Gefahr. 

Die 202 Mitarbeiter des Rinderschlachthofes, die sich zunächst auf dem Firmengelände versammelt hatten, wurden nach einiger Zeit zur benachbarten Bundespolizei gebracht.

Die Kreisfeuerwehr Segeberg rückte mit ihrem ABC-Zug an, der bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen eingesetzt wird. Auch die Männer der Bad Bramstedter und Kaltenkirchener Feuerwehr waren im Einsatz. Unter schwerem Atemschutz suchten die Gefahrgutexperten nach dem Leck. Gegen 18 Uhr konnte schließlich Entwarnung gegeben werden. Der Betrieb lief wieder an.

Tiere seien nicht verletzt worden, erklärte der Unternehmenssprecher. Einige Rinder ständen im Stall, wo keine Ammoniak-Belastung herrsche. Ansonsten seien die Speditionen und Landwirte verständigt worden, dass in Bad Bramstedt vorübergehend keine Tiere geschlachtet werden können. Die Rinder wurden zu anderen Schlachthöfen gebracht. 

Ammoniak ist eine chemische Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff. Das Gas ist unsichtbar, hat aber einen stechenden Geruch. Beim Menschen führt es zu tränenden Augen, Atemnot und bei längerem Einatmen zum Ersticken. Bei Vion wird es zum Kühlen eingesetzt.

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