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Segeberg Wer hat den Roland entwaffnet?
Lokales Segeberg Wer hat den Roland entwaffnet?
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08:09 13.04.2019
Von Einar Behn
Reimer Fülscher fand das abgebrochene Schwert im Beet um den Roland. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Als Reimer Fülscher, der am Marktplatz Bleeck sein Eisenwarengeschäft betreibt, die Malaise entdeckte, lief er hinüber und fand das abgesprochene Teil des Schwertes im Beet. „Ich habe es mitgenommen, dem Bauamt der Stadt Bescheid gesagt und bewahre es jetzt erst einmal auf“, so Fülscher.

Roland soll geholfen werden

Jörg Kamensky, Chef des Bürgeramtes der Stadt, erklärte in der nächsten Woche komme ein Steinmetz aus Itzehoe nach Bad Bramstedt. „Mit ihm wird geklärt, ob das abgebrochene Stück wieder angesetzt oder wie die Statue sonst in Ordnung gebracht werden kann.“ Bevor der Handwerker tätig wird, müsse jedoch auch die Untere Denkmalpflegebehörde ihr Einverständnis geben.

Sinnbild der Marktgerechtigkeit

Dass das Schwert nicht mehr das stabilste ist, mag auch am fortgeschrittenen Alter des römischen Kriegers liegen. Nachdem der Flecken Bramstedt zunächst einen hölzernen Roland hatte, wurde 1693 eine Steinfigur aufgestellt. Die allerdings fiel im frühen 19. Jahrhundert in den Wirren der napoleonischen Kriege um. 1827 wurde der Roland dann wieder aufgestellt und seitdem noch mehrfach restauriert. Er ist ein Sinnbild der Marktgerechtigkeit. Überliefert ist, dass Verträge, die unter dem Roland per Handschlag abgeschlossen wurden, gültig sind.

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