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Segeberg Ans Jugendzentrum wird ein Café gebaut
Lokales Segeberg Ans Jugendzentrum wird ein Café gebaut
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07:52 08.06.2019
Von Einar Behn
Nur provisorisch werden zurzeit bei schönem Wetter auf der Forderseite des Jugendzentrums Tische und Stühle hingestellt. Wenn das rückwärtige Café in Betrieb ist, erhofft sich Bürgermeisterin Verena Jeske davon eine Belebung der Schlosswiese. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Bürgermeisterin Verena Jeske hatte vor der Sitzung tief im Archiv der Stadt geforscht und festgestellt, dass vor Jahren schon in den Haushalt 500.000 Euro für die Erweiterung des Jugendzentrums eingeplant waren. Sie wurde nur nie in Angriff genommen. „Politik muss auch verlässlich sein“, sagte die Bürgermeisterin, es sei deshalb höchste Zeit, das Versprechen einzulösen. „Wir haben ansonsten für die Jugendlichen gerade mal einen Bolzplatz am Schäferberg, sonst nichts.“ Das vorhandene Café im Jugendzentrum sei einfach zu klein. Die ganze Stadt könne von einem solchen Café auf der Rückseite des Jugendzentrums profitieren. „Dadurch belebt sich auch die Schlosswiese“, glaubt die Bürgermeisterin. 

200.000 Euro müssen über Kredit finanziert werden

Jeske konnte dem Ausschuss auch gleich einen fertigen Finanzplan vorlegen, was bei Sabine Prohn (Grüne) die Frage provozierte, wie denn das so schnell möglich sei. Schließlich habe die Bürgermeisterin beim Umbau der Jürgen-Fuhlendorf-Schule doch erklärt, das Bauamt sei chronisch überlastet. Die Bürgermeisterin konterte, dass es sich hier um ein ganz neues Projekt handele, das deutlich einfacher zu planen sei als der komplexe Umbau der Außenanlagen des Gymnasiums.

Auenland gibt 100.000 Euro dazu

Finanziell möglich werde der Bau vor allem, weil die Aktivregion Holsteiner Auenland 100.000 Euro beisteuere. „Das ist der höchste Betrag, der überhaupt bewilligt werden kann“, so Jeske. Da der Haushaltsposten für den Ankauf eines Grundstücks für den Kitabau in der Oststadt nicht benötigt werden – die Kita soll jetzt auf städtischem Grund gebaut werden –, 75.000 Euro für Brandschutzmaßnahmen ohnehin im Haushalt 2019 stünden und auch Spenden zugesagt seien, rechnet die Bürgermeisterin mit einem Kreditbedarf von gut 200.000 Euro im nächsten Jahr. 

CDU wollte einen Businessplan

Der CDU-Fraktion ging das alles etwas schnell. „Mir fehlt ein Businessplan für den Betrieb des Cafés“, sagte Jonas Hövermann. Er beantragte eine Verschiebung des Themas auf die nächste Sozialausschusssitzung, fand dafür aber keine Mehrheit. Christine Daue, Leiterin des Juz, wusste mit einem Businessplan auch nichts anzufangen. Die Sache sei ganz einfach. „Wir verkaufen die Lebensmittel zum gleichen Preis, wie wir sie eingekauft haben.“ Letztlich werde das bestehende Café ja nur in größerer Form weitergeführt. 

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