Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg IBAN-Änderung sorgt für Unmut
Lokales Segeberg IBAN-Änderung sorgt für Unmut
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:32 30.10.2019
Von Einar Behn
Die Raiffeisenbank Bad Bramstedt/Henstedt-Ulzburg, hier der Sitz in Bad Bramstedt, ist Geschichte. Durch Fusion mit der Volksbank Pinneberg/Elmshorn wurde die VR Bank in Holstein ins Leben gerufen. Dadurch gibt es nun auch eine neue IBAN für die Kunden. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Die Fusion der Raiffeisenbank Bad Bramstedt/Henstedt-Ulzburg mit der Volksbank Pinneberg/Elmshorn ist längst in trockenen Tüchern, da sorgt ein Schreiben an die Raiffeisenbankkunden für Unmut. Sie sollen nämlich selbst dafür sorgen, dass die Lastschriftverfahren auf die neue IBAN geändert werden. Da kommen einige Arbeit und auch Portokosten auf die Raiba-Kunden zu. Der Bankvorstand bedauert das, aber kennt auch keinen wirklichen Ausweg.

Lastschriften sind beliebt

Lastschriften sind bequem und werden von allen Unternehmen angepriesen. Wiederkehrende Zahlungen können dadurch ohne eigenes Zutun abgewickelt werden. Doch im Laufe der Zeit sammelt sich so einiges an: Gas, Strom, Telefon, Wasser und Abwasser, Müllgebühren, Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften, eventuell auch Netflix, Amazon, Paypal – die Liste lässt sich noch lange fortsetzen. 

Post von der VR Bank

In den letzten Tagen haben alle bisherigen Raiba-Kunden Post von der neuen VR Bank in Holstein bekommen, die für einige Missstimmung sorgt. Sie sollen alle Vertragspartner anschreiben und die neue Bankverbindung der VR Bank mitteilen. „Ich habe so 40 bis 50 Lastschriftverfahren laufen“, sagt Manfred Keller aus Alveslohe. Der pensionierte Zollbeamte war auch schon in seiner Bankfiliale. „Dort sagte man mir: Das müssen Sie selbst machen. Sie können Vordrucke im Internet herunterladen.“ Neben der Arbeit, die damit verbunden ist, ärgern den 70-Jährigen auch die Portokosten. „Rund 30 Euro muss ich dafür bezahlen.“ Dabei habe er die Fusion nicht gewollt und er sei auch nicht gefragt worden. Auch Abonnenten der Segeberger Zeitung sind betroffen und müssen ihre geänderte Bankverbindung dem Verlag C.H. Wäser mitteilen. Eine Bad Bramstedter SZ-Leserin schimpfte, sie sei schon „seit Tagen damit beschäftigt, überall ihre neue Bankverbindung mitzuteilen.“ 

Vorstand der VR-Bank bittet um Verständnis

Bankvorstand Ingmar Kampling bittet um Verständnis. „Wir lassen unsere Kunden nicht im Stich.“ Die VR Bank sei bemüht mit solchen Unternehmen, bei denen viele Kunden ein Lastschriftverfahren laufen haben, eine Regelung zu finden, so dass die Abbuchungen einfach weiter laufen. „Das Problem dabei ist aber der Datenschutz. Die Unternehmen können verlangen, dass solche Änderungen handschriftlich vom Kunden unterschrieben werden“, erklärte der Bankvorstand. 

Zwölf Monate Zeit für IBAN-Änderung

Auf der Homepage der VR Bank in Holstein werde eine Liste mit denjenigen Unternehmen veröffentlicht, die das vereinfachte Verfahren akzeptieren und keine Unterschrift verlangen. Bei diesen Firmen müssten die Kunden nichts unternehmen. Bis eine solche Liste fertig sei, dauere es aber noch eine Zeit. Es bestehe aber auch kein Grund zur Eile, betonte Kampling. In dem Kundenschreiben sei ausdrücklich auf eine Übergangszeit von zwölf Monaten hingewiesen worden, in der alle Zahlungen mit alter IBAN und BIC automatisch auf die neue Bankverbindung umgeleitet werden.

Formular zum Ausdrucken von der VR-Bank

Außerdem verwies Kampling auf das Formular auf der Homepage der Bank, das den Kunden die Arbeit erheblich erleichtere. Allerdings stellte er auch klar, dass die Bank nicht für alle bisherigen rund 30.000 Raiba-Kunden die vielen Vertragspartner anschreiben könne. „Das ist einfach nicht zu schaffen, wir sind hier auf die Mithilfe unserer Mitglieder und Kunden angewiesen.“ 

Hier lesen Sie weitere Nachrichten aus dem Kreis Segeberg.

Ein zwölfjähriger Junge ist am Dienstagnachmittag in Henstedt-Ulzburg bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Er wurde beim Betreten der Fahrbahn von einem Auto erfasst.

KN-online (Kieler Nachrichten) 30.10.2019

Es ist so weit: Die 253 gelben Laternen, die seit mehr als 30 Jahren das Stadtbild in Kaltenkirchen prägen, weichen derzeit nach und nach neuen Modellen in Anthrazitgrau. 137 davon gehören zum Modell „Erika“, das unter anderem die Holstenstraße schmücken wird.

Sylvana Lublow 30.10.2019

Der Bau der neuen Kindertagesstättein Bad Bramstedt an der Bimöhler Straße wird frühestens 2021 fertig, ein Jahr später als geplant, wie Bürgeramtsleiter Jörg Kamensky berichtete. Die Folge ist, dass auch die Container, in denen 30 Krippenkinder untergebracht sind, noch länger benötigt werden.

Einar Behn 29.10.2019