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Segeberg Jeske: Die Stadt hat ein Drogenproblem
Lokales Segeberg Jeske: Die Stadt hat ein Drogenproblem
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06:00 21.02.2019
Von Einar Behn
Regelmäßig bringt ein Bad Bramstedter Drogentütchen zu Bürgermeisterin Verena Jeske ins Rathaus. Eine ganze Sammlung hat sie schon davon. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Jeske fächerte in der Sozialausschusssitzung am Montagabend mit der Hand kleine Plastiktütchen mit abgebildeten Marihuanablättern auf. Ein Bürger sammele sie regelmäßig an Plätzen auf, an denen sich die Szene trifft, und bringe die leeren Rauschgifttütchen ins Rathaus. „Wir haben ein Problem in Bad Bramstedt, davor können wir nicht die Augen verschließen“, sagte die neue Rathauschefin.

Streetwork schon seit Ende 2018

Der Streetworker ist bereits seit Ende letzten Jahres in Bad Bramstedt unterwegs. Noch bezahlt ihn das Jugendamt des Kreises, doch dessen Etat ist bald erschöpft. Dann muss die Stadt die Kosten übernehmen. Über das Problem mit auffälligen Jugendlichen war bereits im Dezember im Sozialausschuss erörtert worden. Die Fraktionen hatten sich allerdings noch Bedenkzeit erbeten, die 32.000 Euro waren im Haushalt 2019 mit einem Sperrvermerk versehen worden. Der wurde nun gestrichen.

Eine Gruppe schottet sich ab

 Zuvor hatte Jugendamtsmitarbeiterin Eva Hansen ein erstes Fazit aus der aufsuchenden Sozialarbeit gezogen, die sich an Jugendliche richtet, die aus problematischen Verhältnissen kommen, und in der Öffentlichkeit vor allem dadurch auffallen, dass sie Marihuana und wohl auch synthetische Drogen konsumieren. „Es gibt vier Gruppen in Bad Bramstedt, die sich an verschiedenen Plätzen treffen. Zu dreien konnte der Streetworker Kontakt schließen, die vierte schottet sich komplett ab, sie will mit dem Jugendamt nichts zu tun haben.“ Die Abschottung sei auch eine Folge des Berichtes der Segeberger Zeitung über die Beratungen im Dezember. Der habe „in der Community für Aufruhr“ gesorgt, so Hansen, durchaus auch mit einem positiven Ergebnis: Die Dealer seien „in Sorge um ihren Absatzmarkt“. 

Froh, wenn überhaupt mal jemand zuhört

Hansen sagte: „Der Streetworker sollte von der Stadt kommen“, die werde von der Gruppe als neutraler angesehen als das Jugendamt, das schnell mit der Polizei gleichgesetzt werde. Es gehe darum, Kontakte zu knüpfen, um die Jugendlichen wieder zurück in die Gesellschaft zu holen. „Einige sind dankbar, dass ihnen überhaupt mal jemand zuhört“, sagte Hansen

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