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Segeberg Asklepios-Rückzug keine Katastrophe
Lokales Segeberg Asklepios-Rückzug keine Katastrophe
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17:42 23.01.2020
Von Einar Behn
Hier im neuen Gewerbegebiet sollte das Zentrallager von Asklepios gebaut werden. Doch der Grund ist zu weich. Nun wird in Bad Oldesloe gebaut. Quelle: Gesa Abel
Bad Bramstedt

„Wir haben weit mehr Anfragen  als Grundstücke zur Verfügung“, so die Bürgermeisterin. Vor allem gebe es viele örtliche Unternehmen, die gerne erweitern wollen. Aber auch durch den Städteverbund Nordgate kämen viele Interessenten. 

Rückzug aus Bad Bramstedt war absehbar

Der Rückzug von Asklepios war absehbar. Bereits Ende letzten Jahres hatte der Konzern den Kaufvertrag mit der Stadt Bad Bramstedt über das 2,5 Hektar große Gewerbegrundstück am Lohstücker Weg gekündigt. Begründung: Der Baugrund sei für ein solch großes Gebäude zu moorig. Jeske hatte da noch die Hoffnung, dem Konzern ein anderes Grundstück schmackhaft machen zu können. Tatsächlich hatte sich die Konzernleitung zu dem Zeitpunkt offenbar schon für Bad Oldesloe entschieden. Dort hat das Unternehmen sogar 6,5 Hektar gekauft. 

Konzernchef Hankeln kritisiert Hamburger Senat

In der Stormarner Kreisstadt soll nun ein vollautomatisiertes Lager entstehen. 50 Millionen Euro will der Konzern investieren. Von dort sollen alle Kliniken außerhalb Hamburgs mit medizinischem Material beliefert werden. Für die Hamburger Krankenhäuser soll weiterhin auf Wunsch des Senats das Hamburger Lager zuständig sein, das für den Gesamtkonzern zu klein ist. Die Stadt Hamburg ist Mitgesellschafter von Asklepios. Konzernchef Kai Hankeln, der früher die Rheumaklinik Bad Bramstedt leitete und in der Rolandstadt nach wie vor wohnt, kritisiert diese Entscheidung. „Die Abkopplung der Hamburger Kliniken ist ökonomisch nicht sinnvoll. Wenn der Minderheitsgesellschafter in Hamburg aber eine eigenständige Hamburger Lösung für die Hamburger Asklepios Kliniken wünscht und die Mehraufwände dafür trägt, ist das auch ein Weg“. Baubeginn in Bad Oldesloe soll noch in diesem Jahr sein.

Weitere Berichte aus dem Kreis Segeberg lesen Sie hier.

Am Ende war der Zuhörer tatsächlich schlauer als zuvor: Am Mittwochabend lockte die erste von drei Podiumsvorstellungen der Bewerber um das Bürgermeisteramt in Henstedt-Ulzburg über 350 Bürger an. Sie konnten sich ein gutes Bild über die Kandidaten machen.

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