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Segeberg CDU-Politiker Rolf Koschorrek gestorben
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16:05 13.01.2020
Von Einar Behn
Rolf Koschorrek 2012 bei einem Besuch der SZ-Redaktion in Bad Bramstedt. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Dr. Rolf Koschorrek wurde 1956 in Bad Bramstedt geboren. Seine Eltern betrieben einen Frisörsalon am Bleeck, später auf dem Gelände des heutigen Klinikums Bad Bramstedt.

Dr. Rolf Koschorrek machte nach dem Abitur an der Jürgen-Fuhlendorf-Schule zunächst eine Ausbildung als Zahntechniker. 1981 nahm er dann in Göttingen das Studium der Zahnmedizin auf, das er 1986 beendete. Nach seiner Assistenzarztzeit eröffnete er 1989 eine eigene Zahnarztpraxis am Bleeck. 

1994 Einzug ins Stadtparlament

Politisch engagierte sich Koschorrek in der CDU, wurde 1994 Stadtverordneter und löste 2004 Claus Bornhöft als Ortsverbandsvorsitzenden ab, als dieser sich aus Altersgründen von dem Amt zurückzog. Als dann der damalige Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Steinburg/Dithmarschen Süd/Bad Bramstedt Stadt und Land, Dietrich Austermann, in die Landespolitik wechselte, bewarb sich Koschorrek um die Kandidatur, wurde von der Partei auch aufgestellt und zog 2005 in den Bundestag ein.

„Das war schon ein sehr mutiger Schritt, von der Zahnarztpraxis in den Bundestag“, erinnerte sich Claus Bornhöft. „Er hat das Amt mit Bravour gemeistert, einen feinen Job gemacht“, so der langjährige Bad Bramstedter Kommunalpolitiker.

Rolf Koschorrek 2013 nicht wieder nominiert

Dr. Rolf Koschorrek engagierte sich vor allem in der Gesundheitspolitik, arbeitete allerdings auch eng mit der Pharmaindustrie zusammen, was zunehmend auf Kritik stieß, zumal er sich nicht mehr häufig im Wahlkreis blicken ließ. Er selbst erklärte dies mit seinem damals schon aufgetretenen Krebsleiden. So unterlag er zur Bundestagswahl 2013 in der parteiinternen Kandidatenaufstellung seinem Mitbewerber Mark Helfrich.

Hier sehen Sie Bilder aus dem Leben von Rolf Koschorrek.

Koschorrek schied aus dem Bundestag aus, blieb aber in Berlin wohnen, wo er fortan für Verbände des Gesundheitswesens tätig war. Im Mai 2019 wurde er als stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) wiedergewählt, dessen Bundesvorstand er ebenfalls angehörte. 

Gesungen wie Armstrong

Seine private Leidenschaft gehörte dem Jazz. Koschorrek hatte schon früh Trompete spielen gelernt, gehörte in jungen Jahren auch dem Bad Bramstedter BT-Orchester an. Danach wirkte er in diversen Jazz-Bands. Die Bekannteste davon: die Louisiana Syncopators, bei denen er nicht nur Trompete spielte, sondern auch im Stil von Louis Armstrong sang.

CDU trauert um anerkannten Politiker Rolf Koschorrek

„Mit Rolf Koschorrek verlieren wir einen guten Freund und hoch anerkannten Politiker. Die CDU in Bad Bramstedt, dem Kreis Segeberg und dem Land Schleswig-Holstein und alle, die ihn kannten werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. Die Jazztrompete von Rolf ist für immer verstummt“, erklärte der CDU-Kreisvorsitzende und Koschorreks Bundestagskollege Gero Storjohann.

Koschorrek hinterlässt seine Ehefrau und eine erwachsene Tochter aus erster Ehe. 

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