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Segeberg Bramstedter verschenken ihr Geld
Lokales Segeberg Bramstedter verschenken ihr Geld
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15:09 13.05.2019
Von Einar Behn
Björn Grünberg (40) leitet seit September letzten Jahres die Commerzbahnk-Filiale am Kirchenbleeck in Bad Bramstedt. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

4600 Privatkunden hat die Filiale in Bad Bramstedt, rein rechnerisch hat jeder von ihnen ein Sparguthaben von 7174 Euro. Der Durchschnitt sagt aber nicht viel aus, denn darunter sind sowohl das Schülersparbuch mit 50 Euro Taschengeld wie auch das des vermögenden Rentnerpaares. Grünberg ist sich jedenfalls sicher, dass viel zu viel Geld einfach nur eingezahlt wird, ohne dass die Leute sich Gedanken über den inflationsbedingten Verlust machen. Die Vermögen schmelzen so langsam dahin. 

Er rät zur Anlage in Immobilien oder Wertpapieren. „Wir glauben, dass auch 2019 ein gutes Börsenjahr wird“, sagt der Bankchef. Zwar gebe es in Deutschland zurzeit eine Wirtschaftsflaute, „wir haben aber keine weltweite Rezession.“ Deshalb seien Fondsgeschäfte weiterhin eine sinnvolle Anlagemöglichkeit. Und natürlich Immobilien. Durch die Niedrigzinsen sei der Haus- oder Wohnungskauf weiterhin lukrativ, „auch wenn die Preise zurzeit ganz oben sind“. Grünberg rechnet aber nicht damit, dass die Zinsen in nächster Zeit steigen werden. 

Ein Chef für Neumünster und Bad Bramstedt

Der 40-Jährige ist seit September letzten Jahres Filialleiter sowohl der Niederlassung Neumünster als auch Bad Bramstedt. Er trat Spekulationen entgegen, wonach die Fililale über kurz oder lang aufgegeben werden. Im Gegenteil: „Wir bleiben vor Ort, das ist unser Geschäftsmodell. Zwar bietet die Commerzbank ein hochmodernes Online-Banking an, aber wir haben trotzdem konstante Besucherzahlen in den Filialen“, so Grünberg. Die Kunden wüssten es zu schätzen, Ansprechpartner im Ort zu haben.

Im Geschäftsjahr 2018 konnte die Bad Bramstedter Filiale sogar 300 Kunden dazu gewinnen. Die Präsenz vor Ort gekoppelt mit einem gebührenfreien Girokonto sei ein attraktives Angebot, meint Grünberg.

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