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Segeberg Neue Schuhe hat der Jüngste schon
Lokales Segeberg Neue Schuhe hat der Jüngste schon
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11:32 30.05.2019
Von Uwe Straehler-Pohl
Im Mittelalterdress kam der Jüngste ins Schugeschäft von Thomas Forck, um sich ein paar neue Schuhe verpassen zu lassen. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Bad Bramstedt

Eingeführt hatte die Schuhspende 1981 der damaligen Eigentümer des Schuhgeschäftes Möck, Otto Möck. Thomas Forck setzte die Tradition fort, als er das Geschäft vor zwölf Jahren übernahm. 

Bei der Schuhspende erhält der „Jüngste“ des Gildevorstandes, der jährlich wechselt, ein Paar schwarze Halbschuhe. Sie passen dadurch zur „grote Kledage“ einschließlich Handstock und Zylinder.

Der Jüngste liebt das Mittelalter

Für dieses Jahr ist Andreas Böttcher vom Vorstand zum Jüngsten auserkoren worden. Der 35-jährige Inhaber einer Druckerei gehört seit seinem 18. Lebensjahr der Gilde an. „Hier habe ich schon viele nette Leute kennen gelernt“, nannte er das Motiv für seine Treue. Als Freund des Mittelalters und seit sechs Jahren Mitglied bei „Den Nordschafen“, so der Stammesname, kam Böttcher entsprechend gewandet ins Schuhgeschäft im Landweg.

Gildegeist ist immer dabei

Die Liste seiner Aufgabe umfasst immerhin 18 Punkte. Dazu gehört, während der Inspektionstour zu Pfingsten Passanten und Mitarbeiter in den Geschäften mit „Gildegeist“ zu versorgen. Am Pfingstsonntag, 9. Juni, beginnt das Gildefest mit einem Gottesdienst. Am Montag gegen 10 Uhr muss der Jüngste mit einem originellen Gefährt vor dem Kaisersaal vorfahren. Danach beginnt der Inspektionsgang durch die Stadt. Am Dienstag übernimmt dann Ältermann Hans-Otto Reimers die Macht im Rathaus. Dazu übergibt ihm Bürgermeisterin Verena Jeske den Stadtschlüssel. Abends wird um den Roland getanzt, ein historisches Schauspiel zudem sich regelmäßig viele Bürger einfinden. 

Erinnerung an die Fleckensbefreiung

Mit dem Fest wird daran erinnert, dass es der Fleckensvorsteher Jürgen Fuhlendorf im 17. Jahrhunderts geschafft hatte, die Bauern vor der Leibeigenschaft des Baron von Kielmannsegg zu bewahren. Die einmalige Solidargemeinschaft der 69 Haushalte brachte 14.000 Taler zusammen. Damit wurden Pfandbriefe für die dänische Krone zurückgekauft, die von Kielmannsegg in die Lage versetzt hatten, die freien Bauern zu unterwerfen.

In der Woche darauf, ist dann die Vogelschützengilde aktiv. Sie schießt am Dienstag, 18. Juni, im Herrenholz einen neuen König aus. Majestät Jürgen Schümann muss die Königskette dann weiterreichen. 

10.000 Menschen sollten am Wochenende in Bornhöved den 2. Spring Break feiern. Doch das Festival "wurde vom Veranstalter abgesagt", bestätigte Tim Andresen vom zuständigen Ordnungsamt. Die Aussteller packten am Mittwoch zusammen. Der Veranstalter beschwert sich über zu hohe Auflagen.

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