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Segeberg "Ich habe Respekt vorm Bürgeremeisteramt"
Lokales Segeberg "Ich habe Respekt vorm Bürgeremeisteramt"
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10:21 25.12.2018
Von Sylvana Lublow
Die künftige Bürgeremeisterin Verena Jeske traf sich zum Interview mit der SZ-Redakteurin Sylvana Lublow. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Frau Jeske, der Wahlkampf ist jetzt einige Wochen her und war ja recht anstrengend, wahrscheinlich auch emotional. Haben Sie das alles gut verdaut?

Verena Jeske: Sehr gut. Es war positiver Stress, ich habe sehr viele Menschen getroffen. Ich war viel an der frischen Luft, insgesamt war es ein tolle Erfahrung.

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Inwieweit bereiten Sie sich vor auf Ihr Amt?

Ich informiere mich über alle aktuellen Themen, die Bad Bramstedt betreffen. Ich versuche, so viel wie möglich mitzunehmen, besuche auch mal eine Ausschusssitzung, lese viel und gebe auch Fragen weiter. Seit dem Wahlkampf bin ich mindestens ein Mal in der Woche in Bad Bramstedt

Was wollen Sie im Rathaus anders machen als Ihr Vorgänger?

Was ich gut finden würde im Rathaus, wäre ein Familienzimmer. Heute will und muss man als Arbeitgeber ja so attraktiv wie möglich sein. Wir haben überall Fachkräftemangel, auch in den Verwaltungen. Je familienfreundlicher man den Arbeitsplatz gestaltet, um so einfacher wird es sein, gute Mitarbeiter zu halten und neue zu gewinnen. Und da gehört es dazu, es auch den Müttern einfacher zu machen.

Wird es eine gute und freundliche Amtsübernahme?

Ja, Herr Kütbach und ich sind immer sehr respektvoll miteinander umgegangen.

Werden Sie Weihnachten schon in Bad Bramstedt verbringen?

Weihnachten selbst werden wir an der mecklenburgischen Seenplatte sein, wo wir ganz viel Zeit füreinander haben und das Vierer-Leben genießen können. Das ist uns ganz wichtig. 

Wann ziehen Sie nach Bad Bramstedt?

Der Mietvertrag beginnt am 15. Januar.

Und wohin?

Wir ziehen auf den Schäferberg. Es ist eine schöne, helle und geräumige Wohnung im Vereinshaus, die zufällig frei geworden ist. Genau das, was wir uns vorgestellt haben. Gleich gegenüber ist die Auenlandschule, auf die unser Großer dann nach den Sommerferien gehen wird. 

Viele Bad Bramstedter fragen sich, wie Sie das alles unter einen Hut kriegen wollen, Kinder und Fulltimejob.

 Das will gut organisiert sein. Wichtig ist uns dabei natürlich immer, dass die Kinder nicht auf der Strecke bleiben. Nicht nur eine Bürgermeisterin muss Kinder und Job unter einen Hut kriegen sondern auch alle anderen Familien, in denen beide Elternteile in Lohn und Brot stehen. Bei dem Großen, der schon zur Schule geht, werden wir eine Ganztagesbetreuung in Anspruch nehmen und unser Kleiner geht seit seinem ersten Lebensjahr in den Kindergarten. Ansonsten ist mein Mann als Selbstständiger auch in der Lage, seine Zeit so einzuteilen. Ab dem 1. April wollen wir ein Aupair-Jungen aus Kirgistan aufnehmen.

Kriegen Sie langsam Muffensausen vor Ihrem neuen Job?

Also der Respekt vor der Aufgabe ist da. Es ist ja auch eine verantwortungsvolle Arbeit, es kommt sehr viel Neues auf mich zu. Darauf freue ich mich.

Was wünschen Sie sich zu Weihnachten?

Zeit mit meiner Familie. Das wünsche ich mir aber jedes Jahr. Wünsche zum Anfassen habe ich nicht. 

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