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Segeberg Ein Baum steht neuer Abbiegespur im Weg
Lokales Segeberg Ein Baum steht neuer Abbiegespur im Weg
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16:54 25.09.2019
Von Einar Behn
Ein Baum steht neuer Abbiegespur im Weg. Der Baum links steht genau dort, wo künftig der Bürgersteig verlaufen soll. Er gehört zur geschützten Lindenallee. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Dass es auch für die Stadt nicht immer einfach ist, ihre eigenen Satzungen einzuhalten, zeigte sich schon beim geplanten Bau des Jugendcafés hinter dem Jugendzentrum. Der vorgesehene Flachdachbau verstößt gegen die Gestaltungssatzung. Und auch die erforderlichen Parkplätze kann die Stadt nicht nachweisen. Die Verantwortlichen müssen sich selbst eine Befreiung erteilen, was ihnen so manches Mal schwer fällt, wenn Bürger dies wünschen.

Nun steht der Baum im Weg. Und es ist nicht irgendeiner. Er gehört zu einer Lindenallee, die sich vom Bahnhof bis zur Grundschule Am Bahnhof erstreckt. „Sie wurde vermutlich angepflanzt, als 1908 die Turnhalle gebaut wurde“, sagt Müller

Durch zwei B-Pläne geschützt

Die Linden-Allee erstreckt sich auf zwei Bebauungsplangebiete. In beiden Plänen, der eine ist von 1995 oder andere von 2005, wurde sie von den Stadtverordneten als schützenswert eingetragen. Sie verpflichten sich darin zur „Erhaltung und Entwicklung des schützenswerten Baumbestandes entlang der öffentlichen Verkehrsflächen (Am Bahnhof) als Alleebäume“. 

Rückblende: Die König-Christian-Straße, zu der die Abbiegespur gebaut werden soll, gibt es erst seit den frühen Neunzigerjahren. Zuvor gab es dort nur die Straße „Am Bahnhof“, die heute parallel zur König-Christian-Straße verläuft und vor dem Landweg als Sackgasse endet. Bis zum Bau der König-Christian-Straße, die als zweite innerstädtische Auenquerung die Innenstadt entlasten sollte, gab es dort einen typisch kleinstädtischen Bahnhofsvorplatz mit Kopfsteinpflaster und hohem Baumbestand. Davon zweigte die Lindenallee ab. Sie führte zur 1912 gebauten Jürgen-Fuhlendorf-Schule, der heutigen denkmalgeschützten Grundschule Am Bahnhof. 

Kulturelles Erbe erhalten

Müller, auch Sprecher der kleinen Initiative „Erhaltet das Stadtbild!“, fordert die Komplett-Erhaltung der Allee, die als „Grünes Band alle Bahnreisenden im Luftkurort Bad Bramstedt begrüßt. Sie prägt als kulturelles Erbe aus dem Beginn des vorherigen Jahrhunderts unser Stadtbild.“

Die Stadtverwaltung hatte den im Wege stehenden Baum offenbar nicht auf der Rechnung. Bürgermeisterin Verena Jeske lud Müller ins Rathaus ein, um mit ihm die Pläne einzusehen. Möglicherweise muss noch einmal umgeplant werden. Der Baum steht dem Plan zufolge nicht auf der Fahrbahn sondern auf dem künftigen Bürgersteig, der ja ebenfalls verlegt werden muss. Außerdem, so Müller, müssten Wurzeln des Baumes für Kanalarbeiten entfernt werden, der Baum werde dadurch zum Sicherheitsrisiko. Die Stadt muss den Schutz des Baumes möglicherweise aufheben. Er ist auch im Baumkataster der Stadt als geschützt aufgeführt, sodass an anderer Stelle Ersatz gepflanzt werden müsste. 

Abbiegespur soll Staus vermeiden

Gebaut werden soll die Abbiegespur im dritten Abschnitt der Landweg-Sanierung. Zurzeit läuft der zweite Abschnitt zwischen Rewe und Kieler Straße. Der dritte Abschnitt wird wegen des bevorstehenden Winters erst im Frühjahr 2020 in Angriff genommen. Durch die Abbiegespur sollen die Staus vor der geschlossenen Bahnschranke vermieden werden. Die Autofahrer könnten dann trotz abgesenkter Schranke nach rechts in die König-Christian-Straße fahren. Zurzeit müssen sie warten, bis der Zug durchgefahren ist, obwohl sie das Gleis gar nicht überqueren wollen – ein mittlerweile Jahrzehnte langes Ärgernis in Bad Bramstedt

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