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Segeberg Gelungene Seniorentage
Lokales Segeberg Gelungene Seniorentage
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17:05 13.09.2016
Von Bernhard M. Domberg
Viel Beifall spendeten 200 zufriedene Senioren beim „Bunten Nachmittag“ im Tryp Hotel Köhlerhof, dem Abschluss der diesjährigen Seniorentage. Quelle: Bernhard M. Domberg
Bad Bramstedt

Den Auftakt zu den viertägigen Seniorenveranstaltungen bildete eine Busfahrt zur Hartenholmer Firma Logopak mit anschließender Stadtrundfahrt durch Bad Bramstedt. „Dass eine Firma auf dem Dorf Etikettiermaschinen für den Weltmarkt produziert, dürfte nicht allgemein bekannt sein“, war sich Arnold Helmcke, der die Busfahrt leitete, sicher. „Auch wie rapide sich das Bramstedter Gewerbegebiet Nord mit seinen zahlreichen international agierenden Firmen entwickelt hat, dürfte nicht zum Allgemeinwissen vieler Bad Bramstedter gehören“, sagte Helmcker. Die fast zu 90 Prozent abgeschlossene Bebauung des Stadtteils Gut Bissenmoor am Golfplatz gehört nach seinen Worten ebenfalls zu den Erfolgsgeschichten der Rolandstadt, wie sich 50 Busgäste überzeugen konnten.

 Dass auch Norddeutsche über die Besonderheiten des Wattenmeeres dazulernen können, zeigte der Besuch des „Multimar Wattforums“ in Tönning. Die Bad Bramstedter erfuhren, wie belebt die hochsensible Naturlandschaft des zum Nationalpark und Unesco-Weltnaturerbe erklärten Wattenmeers ist.

 Bis auf den letzten Platz ausverkauft war am Tag zuvor die Abendveranstaltung im Schloss. Für eine ausgezeichnete Stimmung sorgten die Sängerin Jenny Viola Offen mit ihrem Gitarristen Fabio Malaguti und das Ensemble des plattdeutschen Krinks, die im Wechsel auftraten.

 Kein Auge blieb trocken, als Reimer Fülscher, Helga Koch und Angela Kruppa ihre Sketche auf Plattdeutsch zum Besten gaben. Ob Fülschers jugendliche Erlebnisse mit Omas Plumpsklo, Kochs Überlegungen, ob man auf die Frage „Wie geht‘s denn so?“ wahrheitsgemäß antworten sollte, oder Kruppas Erkenntnisse zum Trinkverhalten von Feuerwehrleuten – sie sorgten für gute Stimmung im Schlosssaal.

 Die 35-jährige Jenny Viola Offen präsentierte dem Publikum einen Strauß voller Lieder von der 1930er Jahren bis heute. Mit ihrem feinfühligen Mezzosopran gab sie zum Auftakt eine selbst komponierte Hommage an Bad Bramstedt zum Besten. Besonders die älteren Senioren freuten sich über ihre Zarah-Leander-Interpretationen von „Nur nicht aus Liebe weinen“ und „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“. Mit bissiger Ironie intonierte sie Friedrich Hollaenders „Kleptomanin“, die alles wegwirft, wenn sie es erst hat. „Mich hat besonders die Professionalität und das hohe Niveau der Künstler begeistert“, freute sich Fred Wassermann, der die Veranstaltung mit seiner Frau besuchte.

 Ein bunter Nachmittag im Tryp Hotel Köhlerhof mit dem „Senioren-Roland-Chor“ und dem Brokstedter Theaterensemble mit einem Stück „Das Dorffest“ von Alan Ayckbourn bildete den Abschluss der Seniorentage.

 Die Vorsitzende des Kreisseniorenbeirats, Anke Pawlik, bescheinigte in ihrem Grußwort dem Seniorenbeirat Bad Bramstedt, dass er bei der Gründung auf Kreisebene vor sieben Jahren ein wichtiger Impulsgeber und Berater war. „Dass der Seniorenbeirat in Bad Bramstedt auch an vertraulichen Ausschusssitzungen der Stadtvertretung teilnehmen kann, ist vorbildlich und beim Kreis und in vielen Kommunen noch lange nicht üblich“, lobte sie Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach. Er bestätigte, dass die Zusammenarbeit mit dem Seniorenbeirat, der schon viel erreicht habe, nicht immer leicht sei. Aber gerade das sei für ihn eine Herausforderung, die ihm Spaß bereite.

 Mit kurzweiligen Ansagen präsentierte Chorleiter Martin Werner-Jonathal einen Reigen volkstümlicher Lieder von Otto Ruthenbergs „Burschenherrlichkeit“ über Frey-Völlens „Träume“ bis Mozarts mehrstimmiges Nocturno Nummer 1 „Ihr geliebten Augensterne“. Die Theaterleute aus Brokstedt unter der Regie von Ella Korn entließen schließlich mit ihrem kurzweiligen Bühnenspiel 200 zufriedene Senioren in den Abend.

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