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Segeberg Geschützte Linde soll diese Woche fallen
Lokales Segeberg Geschützte Linde soll diese Woche fallen
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20:59 20.01.2020
Von Einar Behn
Der vordere Baum der Lindenreihe an der Ecke Landweg/König-Christian-Straße soll in dieser Woche gefällt werden. Er ist im Weg, wenn eine Abbiegespur gebaut wird. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt.

Der Bauausschuss hatte bereits Anfang Dezember 2019 beschlossen, die Linde zu beseitigen. Grund ist der geplante Bau einer Abbiegespur vom Landweg in die König-Christian-Straße. Ein Gutachten hatte ergeben, dass das Wurzelwerk durch die Verlegung der Versorgungsleitungen so stark beeinträchtigt würde, dass der Baum keine Überlebenschance hat. Der Ausschuss beschloss darauf hin, den Baum vom Schutz der städtischen Baumschutzsatzung zu befreien und an anderer Stelle Ersatz zu pflanzen.

Durch zwei B-Pläne geschützt

Die Linde gehört jedoch zur Allee, die die Straße „Am Bahnhof“ säumt. Sie war früher Teil des typisch kleinstädtischen Bahnhofsplatz. Als in den 90er Jahren die parallel verlaufende König-Christian-Straße den Platz durchschneiden sollte, musste ein Bebauungsplan aufgestellt werden, in dem die Lindenallee als schützenswert eingetragen wurde. In einem zweiten B-Plan aus dem Jahr 2005 ist die Allee ebenfalls als geschützt aufgeführt. Mithin ist eine Befreiung von der Baumschutzsatzung rechtlich nicht ausreichend, auch wenn die Untere Naturschutzbehörde (UNB) des Kreises ihr Einverständnis zum Fällen gegeben hat. Der korrekte Weg wäre, dass der Planungs- und Umweltausschuss Befreiungen von beiden B-Plänen beschließt und der Kreis diesem zustimmt. 

Kreis hat schon zugestimmt

Das Bauamt der Stadt hält dennoch am Fällen des Baumes noch in dieser Woche fest. Die UNB habe ja schon zugestimmt, hieß es im Rathaus. Alles Weitere sei eine reine Formalie. Die Kommunalaufsicht des Kreises hatte jedoch erst gestern das Schreiben von Initiativensprecher Hartmut Müller bekommen und bisher nur den Eingang bestätigt. In dieser Antwort-Mail weist die Behörde darauf hin, dass Befreiungen vom B-Plan durchaus möglich seien, der Fall allerdings erst noch geprüft werden müsse. 

Initiative gegen Abbiegespur

Müller hält die Abbiegespur, die im Frühjahr gebaut werden soll, für überflüssig. „Sie hat nur die Länge von fünf Autos. Wenn die alle geradeaus über den Bahnübergang wollen, nützt die Spur gar nichts.“ Auch sonst, so Müller, sei es den Autofahrer zuzumuten vor den geschlossenen Schranken „ein paar Minuten zu warten.“ Die Schranken senkten sich nur zur vollen Stunde, lediglich zu den Hauptverkehrszeiten käme die Bahn auch öfter. 

Müllers Initiative „Erhaltet das Stadtbild!“ war Ende der 1970er Jahre gegründet worden, um die Winkelgebäude an der Kirchenkreuzung vor dem Abriss zu bewahren, was auch gelang. Später richtete sie sich gegen den Bau der Umgehungsstraße, wie sie anfänglich geplant war. Heute habe die Initiative rund 15 Mitglieder, so Müller. Sein Stellvertreter ist der Grünen-Kommunalpolitiker Gerhard Schönau

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