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Segeberg Großer Abschied von Rolf Koschorrek
Lokales Segeberg Großer Abschied von Rolf Koschorrek
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15:36 24.01.2020
Von Einar Behn
Die Parteifreunde aus der CDU Bad Bramstedt trugen den Sarg aus der Maria-Magdalenen-Kirche. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Propst Kurt Riecke erinnerte an das Leben des gebürtigen Bad Bramstedters, CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Johann Wadephul an seine Begegnungen mit dem immer fröhlich wirkenden Kollegen. Die Louisiana Syncopators, die Jazzband, in der der Verstorbene Trompete gespielt und gesungen hatte, blies zum Abschied,  Parteifreund, Christoph Lauff, spielte solo auf der Klarinette für ihn.

Stets ein verschmitztes Lächeln

Ein in der Kirche ausgelegtes Foto zeigte Koschorrek lächelnd auf einem Boot am Meer. Es trifft das fröhliche Wesen des Bad Bramstedters. Wadephul erinnerte daran, wenn er seinem Fraktionskollegen in den Gängen des Bundestages begegnete: „Er kam stets mit einem verschmitzten Lächeln auf mich zu. „Na, mein Lieber“, so habe Koschorrek ihn stets begrüßt.

2001 kam die erste Krebsdiagnose. Propst Riecke: „Es ging immer wieder auf und ab. Rolf Koschorrek lernte, wie besonders jeder Moment des Lebens ist.“ So habe er sich sich in den Garten gesetzt und zu seiner Familie gesagt, wie gut ihm das jetzt tue. Sein Optimismus habe ihm geholfen, die Rückschläge zu verkraften, „auch, wenn am Ende die Krankheit stärker war.“ Koschorrek starb am 12. Januar in Berlin, seinem letzten Wohnsitz. 

Im Bramstedter Krankenhaus geboren

Das Leben Koschorreks ist eng mit Bad Bramstedt verbunden. Er wurde 1963 im längst abgerissenen Krankenhaus der Kleinstadt geboren, seine Eltern betrieben einen Frisörsalon am Marktplatz. Koschorrek machte das Abitur an der Jürgen-Fuhlendorf-Schule, kehrte nach dem Studium in seine Heimatstadt zurück, wo er 1989 eine Zahnarztpraxis am Bleeck eröffnete. Schon 1983 war er der CDU beigetreten, engagierte sich in der Ortspolitik, wurde Stadtverordneter und CDU-Ortsverbandsvorsitzender.

Ein wahrer Coup

„Er hat die Politik von der Pieke auf gelernt“, sagte Wadephul in seiner Trauerrede. Sein Einzug in den Bundestag sei ein „wahrer Coup“ gewesen. Koschorrek musste zunächst parteiintern nominiert werden. Er kam aus Bad Bramstedt, das gerade erst dem Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen-Süd zugeschlagen worden war. Niemand habe ihn auf der Rechnung gehabt, aber er bekam das Mandat. 

Wadephul schloss seine Rede mit den Worten, die wohl die Gedanken vieler während der Trauerfeier widerspiegelten: „Rolf, du fehlst uns.“ 

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