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Segeberg 52 Bäume für besseres Klima gepflanzt
Lokales Segeberg 52 Bäume für besseres Klima gepflanzt
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20:12 02.10.2019
Von Einar Behn
Sophie Tiedemann aus Bad Bramstedt setzt einen Baum in die Erde. Die Fläche in Hagen gehört der Stadt Bad Bramstedt.  Quelle: Jann Roolfs
Bad Bramstedt

Der Mittwoch war für Schüler des Bad Bramstedter Gymnasiums schulfrei; Fortbildungstag. Trotzdem ist die Neuntklässlerin Louisa Müller-Tischer aus Quarnstedt früh aufgestanden, damit sie um 8.30 Uhr in Hagen in der Feldmark steht. Sie hatte einen Spaten mitgebracht und zusammen mit mehr als 30 Mitschülern pflanzte sie an diesem Vormittag Bäume. „Natürlich kann man mit einem Mal Bäume Pflanzen nicht die Welt retten“, sagte die junge Frau: „Aber es ist ein Anfang.“

Seit März gibt es die Umwelt-AG

Um kurz von zwölf, beim Aufräumen nach der Aktion, blickte Organisator Dirk Faulhaber über das Stück Land, auf dem jetzt 52 Jungbäume standen, und freute sich: „Das sieht ja großartig aus!“ Faulhaber unterrichtet an der Jürgen-Fuhlendorf-Schule (JFS) Geografie, Wirtschaft und Politik und Deutsch. Im März rief er unter dem Motto: „Nicht schnacken, anpacken!“ die Umwelt AG an der JFS ins Leben. Diese rein freiwillige Arbeitsgemeinschaft lud für Mittwoch zum vorgezogenen „Einheitsbuddeln“ ein. Unter diesem Titel ruft die schleswig-holsteinische Landesregierung, die in diesem Jahr den Tag der deutschen Einheit offiziell ausrichtet, dazu auf, Bäume am Nationalfeiertag zu pflanzen. Eine Schulveranstaltung am Feiertag – so weit wollten die Umweltschützer an der JFS denn doch nicht gehen, also buddelten sie schon einen Tag früher.

Schüler zornig auf Politiker

Louisa Müller-Tischer wurde zornig, wenn sie über Umwelt- und Klimaschutz sprach: „Die Erwachsenen zerstören unsere Welt!“ Ihr Mitschüler Kian Jorgen Schwertfeger aus Bad Bramstedt ergänzte: „Die Erwachsenen, die Politiker machen nichts, also müssen wir ewas tun.“ Der dritte Frühaufsteher, Malte Karl Lindemann aus Quarnstedt, stellte klar: „Wir werden vom Klimawandel betroffen sein!“

Emma Gärtner, Lisa Büschking, und Carline Boyens aus Weddelbrook sowie Daria Ioana Stefan aus Bad Bramstedt sind jünger und nahmen die Pflanzaktion eher spielerisch. Sie hatten einen Hartriegel in die Erde gesetzt und die Pflanze „Hedwig“ genannt nach einer Eule aus den Harry-Potter-Büchern genannt. Emma Gärtner betonte: „Es macht Spaß, Bäume zu pflanzen“. „Auch wenn man sich dabei schmutzig macht“, ergänzte Daria Ioana. Sie brachte den Zusammenhang auf eine einfache Formel: „Wenn man ein Haus baut, hackt man Bäume ab, und dann muss man neue pflanzen.“

Bauhof half beim Pflanzen

Die Fläche am Steenkamp in Hagen ist tatsächlich eine Ausgleichsfläche, die der Stadt Bad Bramstedt gehört. Von deren Bauhof waren zwei Mitarbeiter gekommen und halfen den Schülern, Eltern und Lehrern. Sie hatten die Wiese gemäht und mit einem Bagger die Pflanzlöcher im steinigen Boden vorgebuddelt. Und auch Wasser hatten sie auf dem Lkw, damit die Bäume auch anwachsen. 

Obstbäume und Eberesche gepflanzt

Die Schülervertretung und der Förderverein der JFS, die Stadt und zwei Supermärkte unterstützten die Arbeitsgemeinschaft mit Geld, damit die Jungpflanzen für die Aktion gekauft werden konnten. Ein Wald soll in Hagen nicht entstehen, darum setzten die Schüler Obstbäume, Pfaffenhütchen und Schneeball neben Eberesche, Faulbaum und Eiche in die Erde.

Zwölftklässlerin Madline Vogt aus Wrist kniete auf der Erde und formte mit ihren Händen einen kleinen Wall, der das Gießwasser am Jungbaum halten soll. Ihr Fazit zum Einheitsbuddeln: „Wenn das schon angeboten wird, muss man das auch machen.“

Bilder zur Einheitsbuddelei in Bad Bramstedt.

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