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Segeberg Ist das Tourismusbüro noch effektiv?
Lokales Segeberg Ist das Tourismusbüro noch effektiv?
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06:50 24.03.2018
Von Sylvana Lublow
2019 soll das Tourismusbüro umziehen. Das Kreis-Familienbüro zieht dann in die Altonaer Straße. Quelle: Sylvana Lublow
Bad Bramstedt

Dort wird das Familienbüro des Kreises Segeberg 2019 ausziehen. Die Räume, die der Stadt gehören, sollen ohnehin von der Verwaltung genutzt werden, um den Platzmangel im Rathaus auszugleichen. Die Ausschussmitglieder zeigten sich mit der Entscheidung zufrieden. „Die Idee ist interessant“, sagte FDP-Vorsitzender Helmer Krane. Auch von den anderen Fraktionen gab es keine Widerrede. Als nächster Schritt sollen die Bau- und Investitionskosten erstellt werden.

Im vergangenen Sommer hatte die SPD-Fraktion den Antrag gestellt, das Tourismusbüro und den Empfangstresen im Rathaus zusammenzulegen, um die Effektivität zu steigern: durch eine Ausdehnung der Öffnungszeiten und die Reduzierung der Personalkosten. Das fand in der Stadtverordnetenversammlung große Zustimmung.

Die Tourismus-Debatte in Bad Bramstedt hatte im vergangenen Jahr wieder etwas Fahrt aufgenommen, als feststand, dass das Moorbad Ende dieses Jahres geschlossen wird, weil es sich für das Klinikum nicht mehr rentiert. Ohne Moorbad verliert die Stadt auch das Prädikat „Kurort“. Da stellt sich die Frage, ob ein Tourismusbüro mit vier Teilzeitangestellten überhaupt noch tragbar ist. Wöchentlich hat das Büro nur 24 Stunden geöffnet, im Sommer 27 Stunden. Die Büroleitung arbeitet 28 Stunden wöchentlich, die drei Counterkräfte haben eine Gesamtarbeitszeit von 62 Stunden wöchentlich. „Das Tourismusbüro ist durchaus noch eine Diskussionsposition“, sagt SPD-Fraktionssprecher Jan-Uwe Schadendorf. Das Thema sei nicht selbsterklärend. „Ich kann nicht erkennen, dass Tourismus bei uns einen besonderen Stellenwert hat.“

Bürgermeister Kütbach sieht das anders: „Wir sind in einer Umbruchphase und brauchen gerade jetzt kompetente Begleitung im Haus.“ Derzeit werde an dem Konzept „Bad Bramstedt wird Kneipp-Stadt“ gearbeitet.

Für Bürgermeister Hanno Krause ist es ein „großer Schritt zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung in Kaltenkirchen“. Und für Dr. Reza Rahimi eine große Hilfe in seinem chirurgischen Zentrum an der Werner-von-Siemens-Straße. Dort fängt eine neue Fachärztin an.

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