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Segeberg Thema Europa in allen Klassen
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17:15 13.05.2019
Von Einar Behn
Reimer Böge (links) und Helmer Krane (rechts) beantwortenten die Fragen der JFS-Europabotschafter Bjarne Bluth und Julia Sophie Ladehoff. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

 Mit der vor drei Jahren erworbenen Anerkennung als „Europaschule“ hat die JFS ein Bekenntnis zu dem europäischen Staatenbund abgelegt. 25 Europa-Botschafter in der Schülerschaft werben seitdem für den europäischen Gedanken. „Die Themen werden von den Schülern in die Schülerschaft getragen“, sagte Oertel und das funktioniere vortrefflich. Im Februar waren die Botschafter sogar in Straßburg. „Dort konnten sie eine Rede im Plenarsaal halten“, erzählte der Direktor. 

Auf dem Podium saßen der scheidende Europaabgeorndeten Reimer Böge (CDU; 67) und FDP-Landespitzenkandidat Helmer Krane (29) - beides ehemalige JFS-Schüler. Die Diskussion wurde mit einer Abstimmung eingeleitet, die allerdings nicht ganz im Sinne der Europaschule verlief. Ergebnis: 36 Prozent der älteren Schüler fühlen sich am ehesten mit Deutschland verbunden, 34 Prozent mit Schleswig-Holstein, 26 Prozent mit Bad Bramstedt aber nur 5 Prozent mit Europa. 61 Gymnasiasten hatten teil genommen. 

Dennoch war das Interesse der Gymnasiasten an der Podiumsdiskussion groß. Wie stehen die beiden Europa-Politiker zum Thema „Upload-Filter“?, lautete eine Frage. Während Böge den Urheberrechtsschutz höher bewertete als die Interessen von Facebook und Google, sprach Helmer Krane von „Zensur“. Krane will auch deutlich die Europäische Union stärken, beispielsweise durch die Abschaffung der Einstimmigkeit beim Abschluss von Verträgen und einem „Recht auf grenzüberschreitende Bildung“. Böge zeigte sich etwas zögerlicher: „Die Vereinigten Staaten von Europa sollten wir nicht zur Debatte stellen."

Doch die Gemeinsamkeiten beider Politiker überwiegen die Unterschiede. Beide gaben sich als glühende Verfechter des europäischen Gedankens und bedauerten, dass die EU durch Populisten in Misskredit gebracht wird. „In Friedenszeiten wird der Feind durch Brüssel ersetzt“, sagte Böge, der seit 1989 im EU-Parlament sitzt und nun nicht wieder kandidiert. Der Hasenmoorer sagte zu den Schülern: „Die Europawahl ist keine Wahl minderer Qualität. Das Europaparlament entscheidet fast überall mit.“ Und Krane warnte angesichts des Erstarken des Populismus die Schüler: „Gönnt euch nicht den Luxus, euch nicht zu interessieren.“ 

Einbezogen in den Europatag waren auch die jüngeren Schüler, für die die Podiumsdiskussion zu schwierig war. Lehrerin und Europaschule-Koordinatorin Astrid Köpetsch berichtete, dass einige Klassen „Fußballländerspiele“ austrugen, andere ein Quiz zu Europa veranstalteten oder europäische Speisen mit in die Schule brachten. 

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