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Segeberg Das Schloss wird dem Zaren geöffnet
Lokales Segeberg Das Schloss wird dem Zaren geöffnet
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16:21 30.07.2019
Von Einar Behn
In historischen Gewändern will der Zarenverein die Ausstellung im Bad Bramstedter Schloss eröffnen und einige Szenen vom Hofleben spielen Quelle: Zarenverein
Bad Bramstedt

Der 1728 in Kiel geborene Enkel des russischen Kaisers Peter I., Prinz Carl Peter Ulrich, war ab 1745 regierender Herzog von Holstein-Gottorf. 1762 wurde außerdem als Zar Peter III. von Russland gekrönt.

Die Ausstellung des Kieler Zarenvereins zeigt Peter III. als aufgeklärten, fortschrittlich denkenden Fürsten.  Der Zar wird ansonsten auch häufig als Lebemann und Trinker beschrieben, was aber der Zarenverein gestützt auf historische Forschungen so nicht stehen lassen will. Vereinsvorsitzender Jörg Ulrich Stange sagt: „In seiner nur 186 Tage dauernden Regierungszeit brachte Peter III. über 200 Gesetze und Erlasse auf den Weg, darunter so bedeutende Reformen wie die Abschaffung der Folter und der Geheimpolizei, erste Ansätze zur Aufhebung der Leibeigenschaft sowie die Einführung der Schulpflicht im damals rückständigen russischen Zarenreich.“

In Gefangenschaft ermordet

Verheiratet war der Zar mit Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst, die sich in Katharina umbenannte. Sie war die Tochter der Fürstin Johanna Elisabeth von Schleswig-Holstein-Gottorf. Die Ehe blieb kinderlos, Katharina hatte, wie ihr Mann auch, zahlreiche Liebschaften. Schließlich putschte sie gegen ihren Mann, um selbst Zarin zu werden. Zar Peter III. starb am 17. Juli 176 in Gefangenschaft. Der Zarenverein spricht von Mord, in den Katharina verwickelt war. 

Die Zarin, die fortan Katharina die Große genannt wurde, ist in der Region um Bad Bramstedt vor allem bekannt, weil sie als Herzogin von Holstein-Gottorf für den Bau der Katharinenkirche in Großenaspe sorgte.

Auch für Schulen geeignet

Der Kieler Zarenverein versichert, dass die Ausstellung in Bad Bramstedt „Der Kieler Prinz auf dem Zarenthron“ auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft sei. Sie sei auch für Schulen geeignet, denen nach Altersstufen differenziertes Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt werden könne. 

Eine Vernissage zur Ausstellung findet am Dienstag, 13. August, ab 18 Uhr im Schlosssaal statt. Nach den einleitenden Worten der Bürgermeisterin Verena Jeske wird das Ensemble des Kieler Zarenvereins in Rokoko-Kostümen historische Szenen vom St. Petersbruger Zarenhof spielen – „ein garantierter Augenschmaus“, verspricht Stange.

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