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Segeberg Kino auf der Schlosswiese
Lokales Segeberg Kino auf der Schlosswiese
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09:00 08.09.2016
Von Sylvana Lublow
Die Minions sollen am Freitag für Spaß sorgen. Quelle: Universal Pictures
Bad Bramstedt

Julian Kreth hat es, wie er sagt, schon lange gereizt, sich im Event-Management selbstständig zu machen. Sein Onkel, der eine Event-Agentur in Hannover betreibt, sei da sein Vorbild – und auch der Ideengeber gewesen. „Er hat mich gefragt, ob ich nicht mal ein Open-Air-Kino veranstalten wolle und ich habe sofort damit angefangen“, erzählt Julian Kreth. Das war im Februar. Also mitten in den Abitur-Vorbereitungen. Aber: „Ich wollte unbedingt wissen, ob ich das Zeug dazu habe.“ Zudem finde er es schade, dass es nur noch so selten Freilicht-Kino-Veranstaltungen gibt.

 Ein paar Erfahrungen im Organisieren von Festen hatte Julian Kreth schon in der Schule, dem Gymnasium in Neumünster, gesammelt. Seinen Abi-Ball hatte er ebenfalls mit vorbereitet. „Aber das Kino ist die erste Veranstaltung, die ich ganz allein organisiere.“ Um sich als junger Mensch gleich an eine so große Veranstaltung zu wagen, dafür brauche man auf jeden Fall „viel Mut, ein bisschen Wahnsinn und verständnisvolle Freunde,“ sagt der Bad Bramstedter, „das war eine anstrengende Zeit.“

 Bei der Hamburger Agentur „Autocine“ hat der 18-Jährige Leinwand, Beamer, Stühle und die Filme bestellt. „Das mit den Film-Lizenzen war kompliziert, aber darum hat sich zum Glück die Agentur gekümmert“, erzählt Kreth. 400 Stühle werden auf der Schlosswiese stehen. Außerdem gibt es noch Platz für 100 Besucher, die lieber Decken mitbringen und vom Boden aus gucken wollen.

 Kreths erste Amtshandlung war die Kontaktaufnahme mit der Stadt. „Ich hatte den Bürgermeister gleich im Februar über Facebook angeschrieben und ihn um ein Treffen gebeten, um ihm vom Open-Air-Kino zu erzählen“, berichtet der Abiturient. Hans-Jürgen Kütbach sei von der Idee begeistert gewesen. „Am liebsten wollte er das gleich jeden Monat veranstalten.“ Die Zusammenarbeit funktioniere gut, „die Stadt steht mir mit Rat und Tat zur Seite“.

 Die Schlosswiese als Kinosaal war also genehmigt, das Equipment und die Filme besorgt, Plakate wurden unter anderem in der Stadt aufgehängt. Zuletzt kümmerte sich Kreth um ein paar Stände, die vor und während der Vorstellungen für Snacks und Getränke sorgen. „Es wird einen Imbisswagen, einen Wein- und Getränkestand geben und eventuell auch einen Crêpes-Stand“, zählt der 18-Jährige auf. Das obligatorische Popcorn fehle natürlich auch nicht.

 Jetzt müssen nur noch viele Kinobesucher auf die Schlosswiese kommen. Denn Kreth ist mit den Kino-Abenden auch ein großes finanzielles Risiko eingegangen. Rund 8000 Euro kostet ihn die Veranstaltung. „Zahlen muss ich das aber erst hinterher“, sagt er: „Es kann sein, dass ich da mit Schulden wieder rausgehe, aber dann bin ich zumindest um eine Erfahrung reicher.“ Wenn er am Ende zumindest die Kosten wieder einspiele, sei er froh. Dann will er das Open-Air-Kino in Bad Bramstedt nämlich gerne etablieren.

 Doch erst einmal wird Julian Kreth studieren, BWL oder Wirtschaftspsychologie, da ist er sich noch nicht so sicher. Seine Selbstständigkeit als Eventmanager möchte er aber beibehalten, denn der 18-Jährige hat noch allerhand Projekte im Kopf: „Musikfestivals würden mir gefallen. Mein Traum ist aber, ein Autokino auf dem Dodenhof-Parkplatz zu veranstalten. Das wäre eine richtig coole Sache!“

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