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Segeberg Zum Kita-Dachgeschoss führt keine Treppe
Lokales Segeberg Zum Kita-Dachgeschoss führt keine Treppe
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06:00 22.02.2019
Von Einar Behn
Die Kita Sommerland hätte gerne mehr Elementargruppen, aber die Stadt lehnt einen Ausbau ab. Quelle: privat
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Bad Bramstedt

Rückblende: Ursprünglich stand auf dem Gelände das Haus der sozialen Dienste, ein 150 Jahre altes Kulturdenkmal. Es wurde 2014 abgerissen, die Stadt brauchte dringend Krippenplätze und baute dort eine Kita, für die das DRK die Trägerschaft übernahm. 30 Krippen- und 20 Elementarplätze gibt es. Folge: Etliche Kinder müssen mit drei Jahren die Kita wecheln. Das sorgt für Unmut in der Elternschaft.

14 Krippen- und 24 Elementarplätze

Mittlerweile hat sich das Problem noch verschärft. Laut Sozialamtsleiter Jörg Kamensky fehlen zum Kitajahr 2019/20 fehlen 14 Krippen- und 24 Elementarplätze. Bei der Nachfrage nach Krippenplätzen kann die Stadt  kurzfristig Entlastung schaffen, weil die zurzeit ungenutzten Kita-Container in der Holsatenallee für 30 Krippenkinder umgestaltet werden. Das Provisorium soll solange andauern, bis im Neubaugebiet Bimöhler Straße die geplante Kita fertig ist. Kamensky hat als Ziel 2020 gesetzt. 

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Wegen der fehlenden Elementarplätze stehen nun drei Krippenkinder aus der Kita Sommerland im Sommer buchstäblich auf der Straße, weil auch alle anderen Tagesstätten belegt sind. Abhilfe soll nun eine zunächst für ein Jahr eingerichtete Familiengruppe im Sommerland schaffen, beschloss der Sozialausschuss. Darin können Krippen- und Elementarkinder betreut werden.

Kein Platz für die Baumaterialien

Kita-Leiterin Düster wies den Sozialausschuss auf das ungenutzte Dachgeschoss hin: „Wir haben da ja noch eine Ausbaureserve.“ Doch darauf ging niemand ein. Das Problem daran: Das Dachgeschoss wurde extra so konzipiert, dass es ausgebaut werden kann, allerdings gibt es keine Treppe nach oben. Bürgeramtsleiter Kamensky sagte der Segeberger Zeitung: „Um das Dach zu nutzen, müsste während des laufenden Kindergartenbetriebes gebaut werden. Das wäre nicht gut. Wir hätten ja nicht mal Platz, die Baumaterialien zu lagern.“ Die Stadtverantwortlichen hätten sich deshalb entschieden, gleich eine neue Kita an der Bimöhler Straße zu bauen. 

Die soll dann soll dann auch noch Ausbaureserven bieten. Das Problem der Kita Sommerland mit dem Wechsel im dritten Lebensjahr wird damit allerdings nicht gelöst. 

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