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10:09 05.01.2017
Von Uwe Straehler-Pohl
Dilek Agdan (6. von rechts) übergab den neuen muslimischen Flüchtlingsbegleitern im Bramstedter Schloss die Zertifikate. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
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Bad Bramstedt

Ziel der Ausbildung, die in Hamburg-Bergedorf und Neumünster stattfand, ist es, Flüchtlingsbegleiter zu qualifizieren, die die Hilfe zur Selbsthilfe in der Flüchtlingsbetreuung unterstützen sollen. 56 Unterrichtsstunden umfasste der Kurs. Themen waren unter anderem die rechtlichen Bedingungen der Flüchtlingsarbeit, Abläufe im Asylverfahren, Grundrechte, Erste Hilfe und interkulturelle Kompetenz. Exkursionen zu Flüchtlingsunterkünften wurden auch unternommen.

 Getragen wird dieses Projekt von der Türkisch Islamischen Union e.V. (Ditib), unterstützt wird es vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, vom Bundesinnenministerium sowie von der Integrationsbeauftragten des Bundes und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

 „Die zertifizierten Flüchtlingshelfer erhalten ein Budget von 1000 Euro. Damit können sie eigenständig kleinere Projekte, wie Deutschkurse oder Ausflüge finanzieren“, informierte Ausbilderin Cemile Eti, die für die Region Hamburg zuständig ist.

 Im Raum Schleswig-Holstein ist die Bad Bramstedterin Dilek Agdan für das Hilfsprojekt verantwortlich. Dass die Zertifikate feierlich in ihrer Heimatstadt verliehen wurden, hatte sie angeregt. Agdan ist Ausländerbeauftragte im Kreis Segeberg und setzt sich seit vielen Jahren für die Integration ihrer türkischen Landsleute ein. Außerdem ist sie in der islamischen Religionsgemeinschaft Ditib für die Angelegenheiten der Frauen zuständig.

 „Neben den gewählten Volksvertretern ist es Aufgabe jedes einzelnen Menschen, mit für die Verständigung zu sorgen“, sagte Bad Bramstedts Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach bei seiner Begrüßung. Integration sei noch lange nicht abgeschlossen, deshalb sei er für die Unterstützung durch das Projekt sehr dankbar.

 Die Teilnehmer des ersten Kurses stammten fast alle aus türkischen Gemeinden. So auch Zeliha Körük aus Bad Bramstedt. Die junge Frau wurde als jüngste Tochter einer Emigrantenfamilie in Kaltenkirchen geboren. „Um das Leben miteinander harmonisch gestalten zu können, weiß ich, wie wichtig Akzeptanz ist“, sagte sie: „Das Fremde soll nicht Angst machen, sondern bereichern.“ Dafür möchte sie sich einsetzen. „Damit es die Neuankömmlinge nicht so schwer haben, wie damals unsere Eltern und wir als Kinder.“

 Auch zwei syrische Flüchtlinge nahmen an dem Kurs teil: Khali Hourami und Noureddin Solim aus Neumünster. Sie leben noch nicht lange in Deutschland, haben den Kurs in deutscher Sprache aber gemeistert. „Unser Zeil ist es, in diesem Jahr auch muslimische Teilnehmer aus anderen, nicht-türkischen Gemeinden für dieses Projekt zu gewinnen“, sagte Dilek Agdan.

Obwohl die Wirtschaft im Kreis Segeberg brummt, gibt es mehr Arbeitslose. Zum Jahreswechsel ist die Quote auf 4,7 Prozent gestiegen. Dafür nennt die Agentur für Arbeit in Elmshorn saisonale Gründe. 122 Arbeitslose mehr als im November wurden im Dezember registriert, ihre Zahl stieg auf 6817.

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