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Segeberg Neue Pläne der Lebensmittelmärkte
Lokales Segeberg Neue Pläne der Lebensmittelmärkte
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07:11 17.01.2020
Von Einar Behn
Der Parkplatz befindet sich zwischen Lidl und Edeka, keine gute Situation. Fußgänger und Radfahrer müssen sich zwischen den Autos ihren Weg finden und der Zulieferverkehr blockiert bisweilen den Parkplatz. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Die Bürgermeisterin hatte im Wohnpark im letzten Jahr die Einwohner befragt, ob sie einen Supermarkt in ihrem Wohngebiet wünschen. Eine deutliche Mehrheit von 69 Prozent hatten sich dafür ausgesprochen. Doch die Kommunalpolitik spielte nicht mit. Ein Projektentwickler wollte dort einen Markt mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche bauen. Der Bebauungsplan lässt aber nur 800 Quadratmeter zu. Zu klein, befand der Entwickler, mit dieser Größe ließe sich kein Betreiber finden. Eine Änderung des B-Planes lehnte der Planungsausschuss aber ab. 

So bleibt es nun bei 800 Quadratmetern und Jeske ist durchaus zuversichtlich, auch für diese Größe noch einen Franchise-Nehmer einer Kette zu finden, der sich mit solch einem Markt zufriedengibt. Er entspricht in der Größe in etwa dem Action-Markt an der Holsatenallee. Namen wollte die Bürgermeisterin nicht nennen. Edeka sei aber nicht mehr im Rennen. 

Edeka-Markt-Betreiber Dirk Möller möchte seinen Markt an der Hamburger Straße schon seit längerem vergrößern, kann dies aber nicht, weil die Immobilie dem Neckarsulmer Discount-Unternehmen Lidl gehört, das ebenfalls erweitern will. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür sind geschaffen. Die Stadt hat den dortigen Bebauungsplan den Wünschen entsprechend geändert. Beide Märkte können ihre Verkaufsfläche um zusammen gut 700 Quadratmeter vergrößern. Doch ein Bauantrag ist bisher nicht eingegangen. „An mir liegt es nicht“, sagt Möller. „Unsere Kunden und wir wünschen uns dringend mehr Platz. Vor allem vor Festtagen, Weihnachten oder Ostern, sei es zu eng im Edeka-Markt. 

Der 2015 eröffnete Edeka-Markt erfreut sich großer Beliebtheit. Für die bevölkerungsreiche Süd-West-Stadt und den Wohnpark Bissenmoor ist er gemeinsam mit Lidl der zentrale Versorger. Doch die komplette Anlage dort ist unglücklich geplant worden. Die Lastwagen, die Lidl beliefern, müssen über den Kundenparkplatz fahren, der zwischen beiden Märkten liegt. Dann ist kein Raus- und Reinfahren mehr. Auch für Fußgänger und Radfahrer birgt der Parkplatz Gefahren. Separate Wege gibt es dort für sie nicht.

Dem geänderten B-Plan zufolge, will Lidl die Anlieferzone nach vorne verlegen, der Eingang zum Markt soll in die Mitte wandern. Der Edeka-Markt soll in Richtung Hamburger Straße wachsen, der benachbarte Fischhandel Seestern einen Laden in dem erweiterten Gebäude erhalten. 

Ein Grund, weshalb bisher noch kein Bauantrag gestellt wurde, könnten neue Pläne von Lidl sein. In Neckarsulm gibt es offenbar Überlegungen, komplett neu zu bauen und zwar neben Edeka auf dem Firmengelände von Seestern. Das Unternehmen hatte große Teile seiner Produktion im letzten Jahr ohnehin eingestellt, sodass ein Verkauf des Geländes an Lidl möglich wäre. Dabei geht es nach Informationen der Segeberger Zeitung um 8000 Quadratmeter. Haken an einem solchen Geschäft: Der Bebauungsplan müsste erneut geändert werden, was wiederum Zeit kostet. 

Lidl selbst gibt sich dazu bedeckt. „Zu einem möglichen Neubau können wir keine Angaben machen. Wir befinden uns noch in der Planungsphase“, hieß es in Neckarsulm. Aber das Unternehmen will, wenn doch nur die bisherigen Pläne umgesetzt werden, „noch in diesem Jahr beginnen.“ 

Auch Seestern-Eigentümer Gerhard Schönau wollte einen kompletten Neubau von Lidl auf seinem jetzigen Firmengelände nicht bestätigen. „Spruchreif ist bisher nur, dass wir mit in einen erweiterten Edeka-Markt ziehen, so wie es der Bebauungsplan vorsieht.“ 

Auf Anfrage erklärte Bürgermeisterin Jeske, sie würde einen Neubau des Lidl-Marktes durchaus begrüßen. Allerdings auf dem Neubau dann auch Wohnungen geschaffen werden, denn die sind knapp in Bad Bramstedt. Ob Lidl sich darauf einlässt, ist fraglich. Mitbewerber Aldi hatte dies gerade erst für seine Neubaupläne an der Hamburger Straße abgelehnt. Wohnungsbau sei nicht das Metier eines Discounters.

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