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Segeberg Protest gegen Auftrittsverbot
Lokales Segeberg Protest gegen Auftrittsverbot
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18:26 30.09.2016
Von Einar Behn
Lamas gehören zum Bestand des Zirkus Granada aus St. Peter-Ording. Sie seien gezüchtet und nicht aus Wildbestand, versichert der Zirkus. Quelle: Archiv
Bad Bramstedt

Der Hauptausschuss hatte den Beschluss auf Antrag der Grünen gefällt, um Wildtiere vor nicht-artgerechter Haltung zu schützen. „Wir dürfen nicht nach Bad Bramstedt kommen, weil wir Kamele und Lamas haben“, schimpfte Zirkuschef Karl Lauenburger (54). Das seien aber Haustiere, und die sind in dem Verbot nicht genannt. Kamele und Lamas gibt es zwar auch in wilden Arten, doch die meisten sind gezüchtet und werden als Nutztiere eingesetzt, wenn auch üblicherweise nicht in Deutschland. Dennoch sind sie hierzulande rechtlich als Haustiere eingeordnet.

 Eine Mitarbeiterin im Rathaus versagte dem Zirkus die Nutzung einer städtischen Wiese. Sie berief sich darauf, dass im Verbotsbeschluss des Hauptausschusses von „Wildformen von Wiederkäuern und pferdeartigen Tieren“ die Rede ist. Doch solche Wildformen hat der Zirkus Granada gar nicht. „Es sind ausschließlich gezüchtete Tiere“, versichert Lauenburger.

 „Wir werden uns noch einmal beim Kreisveterinäramt vergewissern und gegebenenfalls doch eine Wiese zur Verfügung stellen“, erklärte nun Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach, nachdem er sich im Internet über die Tierarten informiert hatte. Zirkusdirektor Lauenburger sprach gegenüber der SZ von „Willkür“.

 Der Zirkus Granada hatte allerdings auch schon anderorts Ärger mit Tierschützern. In seinem Besitz befinden sich zwei Pythons, die in einem Wanderunternehmen nicht artgerecht gehalten werden können. „Nach Bad Bramstedt werden wir die Schlangen nicht mitbringen“, versicherte Lauenburger, der eigentlich schon am kommenden Wochenende in der Kurstadt gastieren wollte. „Nun werden wir wohl Mitte Oktober nach Bad Bramstedt kommen.“

 Seit die Verbotsregelung im Oktober letzten Jahres beschlossen worden war, ist bisher neben Zirkus Granada noch ein weiteres Manegenunternehmen abgelehnt worden, erklärte Kütbach. Das habe dagegen allerdings nicht protestiert.

„Es darf nicht sein, dass ehrenamtlich tätige Bürger in ihren Aufgaben beeinträchtigt werden“, stellte Innenminister Stefan Studt am Freitagmittag klar. Nach der brutalen Attacke gegen Oersdorfs Bürgermeister Joachim Kebschull suchte der Landesminister umgehend das Gespräch.

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