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Segeberg SPD will Busshuttle doch noch verhindern
Lokales Segeberg SPD will Busshuttle doch noch verhindern
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08:02 31.01.2020
Von Einar Behn
Die frühere Grundschule in Weddelbrook soll möglichst bald die Betreuungskinder von der Bad Bramstedter Grundschule am Storchennest aufnehmen. Quelle: Behn, Einar
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Bad Bramstedt

Die Vertreterversammlung des Verbandes, die paritätisch aus Stadtverordneten und Vertretern des Umlandes besetzt ist, hatte im Dezember 2019 mit großer Mehrheit beschlossen, die leerstehende Schule in Weddelbrook übergangsweise für eine Nachmittagsbetreuung zu nutzen. Sie hatte sich damit gegen den Vorschlag von Schulverbandsvorsteherin, Bad Bramsteds Bürgermeisterin Verena Jeske, entschieden, die lieber Container an der Grundschule aufstellen wollte. Kinder aus der Bad Bramstedter Grundschule sollen nach Unterrichtsschulschluss mit Bussen nach Weddelbrook gebracht und dort auch wieder abgeholt werden. Geschätzte Kosten pro Jahr: 120.000 Euro. Gerechnet wird mit einem Zeitraum von maximal drei Jahren, innerhalb derer die Grundschule am Storchennest erweitert werden soll.

Zeit in Weddelbrook ist durch den Transport zu kurz

SPD-Stadtverordnete Karin Steffen weiß von vielen Eltern, die sich Sorgen über den Bustransport machen. „Die meisten Kinder haben um 12.30 Uhr Schulschluss und sind bis 15 Uhr in der Betreuung angemeldet. Da mittags der Bus zweimal fahren muss, wird es zu Wartezeiten kommen. Dann können die Kinder in Weddelbrook gerade noch zu Mittag essen und ein paar Hausaufgaben machen. Das lohnt doch gar nicht.“ Eine Umfrage unter den Eltern im Herbst letzten Jahres habe zudem ergeben, dass 90 Prozent den Bustransfer ablehnen. Das sei in der Entscheidung überhaupt nicht berücksichtigt worden.

Europaweite Ausschreibung für Bustransport

Steffen führt weitere Argumente an, die Entscheidung noch einmal zu überdenken. Weddelbrooks Bürgermeister Stefan Gärtner hatte gegenüber der Segeberger Zeitung erklärt, dass die Schule in seiner Gemeinde ab April nutzbar sei. Steffen sagt, nach Rücksprache mit der Stadtverwaltung, die auch für den Schulverband zuständig ist, sei das überhaupt nicht zu schaffen. Der Bustransport müsse voraussichtlich europaweit ausgeschrieben werden. „Das dauert mindestens sechs Monate.“

Jörg Kamensky vom Bürgeramt bestätigte die europaweite Ausschreibung. Das sei bei dieser Größenordnung vorgeschrieben. Da es sich um ein hochkompliziertes Verfahren handelt, werde die Ausschreibung an ein Fachbüro vergeben. „Nächste Woche wollen wir uns eins suchen, bisher sind wir dazu noch nicht gekommen“, so Kamensky. Der Beschluss der Schulverbandsvertretung liegt rund sieben Wochen zurück. Bis es zur Auftragsvergabe kommt, werde es etliche Monate dauern, so der Bürgeramtsleiter.

Container wären schneller einzugsbereit

Die schnelle Umsetzbarkeit sei aber gerade ein Argument für den Bustransfer gewesen. „Wenn das doch solange dauert, können wir auch Container auf dem Gelände der Grundschule am Storchennest aufstellen“, sagt Steffen. Die Kosten seien nicht wesentlich höher. Möglicherweise reiche schon eine Mensa in Containerform, denn die vorhandene sei ja das größte Problem. Sie ist zwar erst wenige Jahre alt, doch war zu klein konzipiert worden. Mittlerweile muss dort in fünf Schichten gegessen werden. 

Zurzeit sind rund 120 von 200 Grundschüler in der Betreuung angemeldet. Schulleiterin Franziska Frahm-Fischer rechnet fürs nächste Schuljahr mit 150 Betreuungskindern, die am Schulstandort nicht unterzubringen seien. 

Wenig Chancen Beschluss rückgängig zu machen

Große Chancen, den Beschluss vom Dezember rückgängig zu machen, hat der SPD-Antrag wohl nicht. Die Buslösung war in einer Arbeitsgruppe aus Vertretern von Stadt und Umland erarbeitet worden. Im Dezember hatten nur fünf Mitglieder der Schulverbandsvertretung dagegen gestimmt. „Man soll hinterher nicht sagen können, wir hätten es nicht versucht“, so Steffen. Wann die Schulverbandsversammlung wieder tagt, ist noch nicht terminiert. 

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