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Segeberg Schlechte Noten vom Brücken-TÜV
Lokales Segeberg Schlechte Noten vom Brücken-TÜV
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20:36 06.02.2020
Von Einar Behn
Die Mühlenbrücke über der Osterau zählt zu den schlecht bewerteten: Note 3,4. Die Skala reicht von 1 bis 4. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Die Behörde hat eine Liste aufgestellt, auf der die 29 Bauwerke mit Noten von 1 bis 4 bewertet werden, 4 ist die schlechteste. Grundlage dafür sind Prüfungen des sogenannten Brücken-TÜV, das sind Sachverständige die regelmäßig alle Brücken auf ihre Sicherheit überprüfen. Die schlechteste Note, eine 4, bekam die Friedrichsbrücke in der Altonaer Straße. Die 1833 errichtete Überquerung der Hudau bekam schon im letzten Jahr eine neue Brüstung. Nun muss aber noch das alte Mauerwerk abgedichtet werden. Mit Kosten von 350.000 Euro rechnet die Stadtverwaltung. 

Schlossbrücke muss erneuert werden

Die Schlossbrücke, die hinter dem Schloss die Hudau überspannt, bekam die Note 3,5. Laut Bauamt soll sie in zwei bis drei Jahren erneuert werden. Geschätzte Kosten: 250.000 Euro. Ebenfalls schon in zwei bis drei Jahren wird voraussichtlich die Bollbrücke durch eine neue ersetzt. Auch sie wurde nur mit 3,5 bewertet. Die Holzbrücke befindet sich im alten Kurpark über der Osterau. Kosten: 150.000 Euro. 

Die Note 3,5 bekam auch die Autalbrücke, die hinter dem Hochhaus in der Glückstädter Straße die Bramau überquert. Sie soll in drei bis sechs Jahren für geschätzte 200.000 Euro erneuert werden. Zur Erneuerung in drei bis sechs Jahren steht auch die Mühlenbrücke an, die von der Mühlenstraße zur Osterauinsel führt. Note: 3,4. Erneuerungskosten: 250.000 Euro. Weitere Brücken, die erneuert werden sollen: die Hans-Griep-Brücke (180.000 Euro), die Jägerbrücke (200.000 Euro), Holmwehr (310.000 Euro), Matthias-Heesch-Brücke (180.000 Euro). 

Beecker Brücke sanierungsbedürftig

Auch die Beecker Brücke in der Innenstadt, die Hauptverbindung zwischen Nord- und Südstadt, ist nicht im besten Zustand, wenngleich eine Erneuerung nicht ansteht. Das Bauamt rechnet aber dennoch mit Instandsetzungskosten von 450.000 Euro in den nächsten sechs Jahren. 

Alle Arbeiten zusammen summieren auf sich auf knapp 2 Millionen Euro. Der Vorsitzende des Bauausschusses, Volker Wrage (CDU) schlug deshalb vor, schon ab 2021 jährlich 350.000 Euro in den Haushalt aufzunehmen und davon nach und nach alle Brücken instand zu setzen oder zu erneuern. Dafür bekam er die Zustimmung des Gremiums. 

Ernst-Friedrich-Harm-Brücke: Neubau ungewiss

Umstritten ist in der Kommunalpolitik noch immer der Neubau der Ernst-Friedrich-Harm-Brücke, die es schon seit dem Frühjahr 2015 nicht mehr gibt. Die Träger des Bauwerkes waren vom Hochwasser im Winter 2014/15 unterspült worden, die Brücke wurde abgerissen. Obwohl sie nur ein Holzbauwerk war, das zu einem Fußweg gehört, soll der Neubau 270.000 Euro kosten.

 Immer wieder wurde der Neubau verschoben. Nun stehen dafür Städtebaufördermittel in Aussicht. Die Stadt hatte sie sogar als „vordringlicher Bedarf“ angemeldet. Sie könnte dadurch in diesem Jahr gebaut werden. Doch es ist fraglich, ob das Innenministerium bei dieser Brücke eine Dringlichkeit erkennen wird. Es wird möglicherweise noch ein paar Jahre dauern, bis der Fußweg zwischen Sommerland und Altonaer Straße wieder nutzbar ist. 

Arnold Helmcke (SPD) meint sogar: „Mir fehlt sie nicht. Die meisten haben sich dran gewöhnt und andere Wege gefunden.“ Es sollte noch mal überlegt werden, ob auf den Neubau verzichtet wird. Er blieb mit der Meinung aber alleine. Peter Strübing (Bündnis 90/Grüne) sagte: „Die Brücke ist ein erforderlicher Bestandteil des Radwanderweges Ochsenweg.“ Sie sollte dringend gebaut werden.

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