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Segeberg Schwungvoller Start in die 20er Jahre
Lokales Segeberg Schwungvoller Start in die 20er Jahre
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16:00 05.01.2020
Von Einar Behn
MaMa Spirit und Ulf Lauenroth am Klavier sorgten mit "You Raise Me Up" für Gänsehautfeeling auf dem Neujahrsempfang. Quelle: Einar Behn
Bad Bramstedt

Der Gospelchor MaMa Spirit sorgte mit seinem Song "You Raise Me Up" für Gänsehautfeeling während die Trommelgruppe Djembala Takling Drums das Publikum zum temperamentvollen Mitklatschen animierte.

In ihrer Ansprache lud die Bürgermeisterin die Empfangsgäste im übertragenen Sinn zum Kochen ein, bei dem es „vor allem auf die richtigen Zutaten“ ankommt. Für sie sind:  „Zwei Esslöffel Urbanität, ein Teelöffel moderne Architektur, eine Prise ’Altes und Gutes bewahren’, eine Messerspitze Nachhaltigkeit, ein Hauch von kurzen Wegen mit viel Grün dazwischen.“ Das sei für sie das „Grundrezept für die Weiterentwicklung unserer Stadt“

Ärztezentrum steht ganz oben

Zu den großen Vorhaben zählte Jeske einen neuen Flächennutzungsplan, der den mittlerweile 20 Jahre alten ablösen soll. Mit diesem Plan werde die Grundlage für städtebauliche Entwicklung gelegt. 

Weitere schon sehr konkrete Vorhaben seien  der „längst überfällige Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses“ und die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung durch ein Ärztezentrum.  „Immer öfter habe ich in meinen ersten Monaten im Amt erzählt bekommen, dass unsere Hausärzte überlastet sind und teilweise einen Aufnahmestopp für neue Patienten vornehmen mussten“, so Jeske.  Die Hälfte der Hausärzte in Bad Bramstedt stehe kurz vor der Rente, einige seien auch schon im Rentenalter. 70 Prozent der Studierenden im Fach Medizin seien Frauen, „die natürlich auch über Familienplanung nachdenken und dann nicht in Selbstständigkeit morgens um 7 eine Praxis auf und am Abend um 22 Uhr wieder abschließen möchten.“ Deshalb sei ein Medizinisches Versorgungszentrum mit angestellten Ärzten der richtige Weg.

15.189 Einwohner hat Bad Bramstedt

Mit Zahlen belegte Jeske das Wachstum der Stadt. Vor einem Jahr zählte Bad Bramstedt 14.819 Einwohner, jetzt seien es bereits 15.189. Durch den Zuzug junger Familien liege deshalb ein Schwerpunkt der Stadtentwicklung auf Kitas und Schulen. Insgesamt werden in Bad Bramstedt in neun Kindertagesstätten circa 150 Kinderkrippenkinder, 560 Kindergartenkinder und 15 Hortkinder betreut. Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, sei der Bau einer neuen Kita geplant. 

Rund 2600 Schülerinnen und Schüler besuchten zurzeit die fünf Grundschulstandorte des Schulverbandes, die Gemeinschaftsschule Auenland, die Bramau-Schule und das Jürgen-Fuhlendorf-Gymnasium. Die Nachfrage nach der Ganztagsbetreuung an den Schulen werde auch in den kommenden Jahren steigen. Deshalb seien neben einer optimalen Nutzung der vorhandenen Räume auch „bauliche Maßnahmen“ nötig. „Kein Kind in Bad Bramstedt bleibt zurück und alle Kinder bekommen einen Betreuungsplatz. Das ist das klar definierte Ziel sowohl unserer Kommunalpolitik als auch der Mitglieder unseres Schulverbandes“, so Jeske

Trotz Baustelle im Landweg einkaufen

Jeske appellierte an die Gäste – und bekam dafür Applaus –, die von der Straßensanierung im Landweg betroffenen Geschäftsinhaber zu unterstützen, die „Bequemlichkeit mal zu Hause zu lassen und auch mal zu Fuß zu gehen. Wir wollen doch alle, dass die Geschäfte auch hinterher noch da sind.“ 

Die Bürgermeisterin hatte im Kurhaustheater auf jedem Platz Karten verteilen lassen. Sie seien der Startschuss fürs Stadtmarketing. Die Bürger sollten auf den Karten Adjektive einkreisen, die Bad Bramstedt beschreiben und wie sie die Stadt gerne hätten. Das Angebot reichte von „altbacken“ bis „kreativ“. Die Karten werden nun im Rathaus ausgewertet.  

Mißfeldt bittet um Zusammenarbeit

Da das erste Amtsjahr von Jeske aber nicht nur von Harmonie in der Kommunalpolitik geprägt, sondern auch von heftigen Auseinandersetzungen um Haushalt, Umbau der Jürgen-Fuhlendorf-Schule und im Schulverband. Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt, die selbst nach eigenem Bekunden mit Jeske „gut zusammenarbeitet“, rief in ihrer Begrüßung dazu auf, dass „Ehrenamt und Hauptamt an einem Strang ziehen, noch mehr hinhören und aufeinander zugehen.“ 

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Beim Neujahrsempfang in Bad Bramstedt wurden verdiente Bürger ausgezeichnet.

„Von A wie Abba bis Z wie Zauberei ist in diesem Jahr alles dabei“, sagt Bert Krutzinna vom Vorstand „Kultur im Dorf“ (KiD) in Alveslohe. Zehn Künstler werden in diesem Jahr an insgesamt 12 Terminen im Bürgerhaus der Gemeinde auftreten. „Ich bin stolz auf unser Programm“, sagt Krutzinna.

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