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Segeberg Statt Fischfabrik Feinkostmanufaktur
Lokales Segeberg Statt Fischfabrik Feinkostmanufaktur
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15:27 07.06.2019
Von Einar Behn
Nicht nur als Katerfrühstück sehr beliebt: Rollmöpse, die Jasemin Parilty und Tülay Bozyel mit Gurke füllen und per Hand rollen. Sie werden auch weiterhin in Bad Bramstedt hergestellt. Quelle: Uwe Straehler-Pohl
Bad Bramstedt

Dirksen ist gebürtiger Sylter, lebt aber in Hamburg, hat Informatik studiert und war vorher als Unternehmensberater tätig. Der bisherige Geschäftsführer Schönau will sich aus dem Tagesgeschäft zurückziehen, bleibt aber Eigentümer von Seestern. 

Dirksen sagt: „Wir verfolgen eine neue Betriebs- und Marketingstrategie. Seit Januar sind wir aus dem Massengeschäft ausgestiegen, beliefern nicht mehr Großhändler mit bis zu acht Tonnen Fisch pro Tag.“ Die neue Strategie verfolgt eine kleinere, modernisierte Produktion. Seestern konzentriert sich auf die Belieferung von Frischetheken im Nord- und Ostseebereich sowie in Hamburg. „Wir hätten sehr hohe Investitionen tätigen müssen, um unsere bisherige Produktion aufrecht zu erhalten. Eine neue Bratstraße hätte gebaut werden müssen, aber das wäre nicht wirtschaftlich gewesen“, so der Geschäftsführer. Das Unternehmen, das einst aus der Bad Bramstedter Kelle-Fischfabrik hervorging, lässt nun bei anderen Feinkostherstellern nach Seestern-Rezepten Seelachs-, Matjes- und andere Marinadenprodukte einlegen. 19, zum Teil langjährige Mitarbeiter mussten deshalb Ende Februar entlassen werden. Heute sind noch 25 Mitarbeiter im Unternehmen, 20 davon in der Produktion.

Salatproduktion bleibt im Haus

Im Hause blieb dagegen die Salatproduktion und das Herstellen von Rollmöpsen. Gerhard Schönau bezeichnet  den auf sechs Monate angesetzten Umstrukturierungsprozess als „Wandel vom Großbetrieb zur Feinkostmanufaktur.“ 

Wichtig ist aber auch dem neuen Chef, bei den Seestern-Salaten ohne Haltbarkeitsstoffe auszukommen. „Unsere Zutaten wie Obst und Gemüse werden nicht in Bäder mit Zusätzen getaucht, die auch für lange Haltbarkeit sorgen. Bei uns wird lediglich Wasser verwendet“, versichert Jan Dirksen.

Insgesamt bietet Seestern 200 Produkte an. Deren Zutaten wie Eier und Gemüse werden von regionalen Partnern bezogen. Nicht nur Fisch und Fischsalate, sondern auch Fleischsalat, Gurken oder Krautsalat gehören zum Sortiment. Allein bis zu 1,5 Tonnen Salate verlassen täglich die Produktion. „Verarbeitet werden in der Woche bis zu einer Tonne der selbst hergestellten Mayonnaise“, erklärt der Geschäftsführer.

Neben Edeka wird ein Fischladen gebaut

Das nächste Ziel des Unternehmens ist der Bau eines neuen Ladengeschäfts unmittelbar am Edeka-Markt Möller, der auf dem Gelände der früheren Kelle Fischfabrik gebaut wurde, sich also in Nachbarschaft zu den Seestern-Produktionsanlagen befindet. Die rechtlichen Voraussetzungen hat die Stadt dafür geschaffen, 2020 soll gebaut werden. 

Und auch an einer anderen Tradition hält Dirksen fest: Dem alljährlichen Matjesfest. In diesem Jahr findet es am Sonnabend, 22. Juni, von 9 bis 17 Uhr statt

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