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Segeberg Sportlicher Spaß: Supstacle
Lokales Segeberg Sportlicher Spaß: Supstacle
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19:00 16.08.2016
Von Bernhard M. Domberg
Adrian Griffel (15) beim Basketballhindernis. Er gehörte zu den geschicktesten Surfern und siegte mit seinem BT-Leichtathletik-Team. Quelle: Bernhard-M. Domberg
Bad Bramstedt

Im Schwimmerbecken die Riesenrutsche, die aufgeblasenen Limbo-Tore und allerlei weitere Hindernisse. „Wo ich hinkomme, fragen sich die Leute, was das soll“, hat Christoph Mantz festgestellt, Erfinder von Supstacle. „Geschicklichkeit bringt bei dieser Sportart mehr als pure Schnelligkeit“, erklärt Mantz.

 Die Idee kam ihm vor zwei Jahren beim Stand-up-Paddeln, das von Hawaii kommend seit etwa anderthalb Jahrzehnten auch in Europa Mode ist. „Vor einem Strand an der Ostsee lagen Boote, die uns den Weg versperrten, und wir mussten Slalom fahren“, erzählt der durchtrainierte 43-Jährige. Anstelle der Boote erfand der Flensburger aufblasbare Hindernisse und das Kunstwort Supstacle, ein Wortspiel aus Stand-up-Paddling (SuP) und Obstacle (englisch, Hindernis). Einer größeren Öffentlichkeit bekannt wurde die Sportart anlässlich der Kieler Woche im Jahr 2014. Inzwischen ist Mantz, der eine Eventagentur führt, in ganz Deutschland unterwegs.

 In Bad Bramstedt, wo Mantz anlässlich des 45-Jährigen Bestehens des Freibades gebucht wurde, bewarben sich sechs Teams mit je drei Teilnehmern: Davon stellte die Bramstedter Turnerschaft (BT) gleich drei vom Handball und eines mit Leichtathletiken, die Roland-Oase war mit einer Mannschaft vertreten und schließlich das Catering-Team aus Padenstein. Zunächst traten alle Teams komplett gegeneinander an. Die neun Teilnehmer der drei besten Teams bekamen dann eine weitere Chance, indem sie in drei Läufen jeweils gegeneinander um die drei ersten Plätze kämpften.

 Das schwierigste Hindernis war die Riesenrutsche, die ständig mit Wasser begossen wurde, um schön glitschig zu sein. „Ich war fix und alle, meine Disziplin ist eher das Speerwerfen“, stöhnte Andreas Bernecker (48), 2014 Deutscher Meister in seiner Altersklasse. Dagegen bezwang der 15-Jährige Adrian Griffel die Hindernisse so spielend, als habe er in seinem Leben nichts anderes gemacht. „Ich würde dich gerne unter Vertrag nehmen“, flachste Event-Manager Mantz.

 „Ein bisschen mehr Zuschauer hätte ich mir schon gewünscht“, sagte Stadtwerke-Mitarbeiterin Christina Schröder, die das Supstacle nach Bad Bramstedt geholt hatte und selbst beim Team Roland-Oase mitmachte. Doch bis kurz vor Beginn der ersten Läufe regnete es heftig. Jedenfalls kamen die wenigen Freibadgäste nach den Wettbewerben auf ihre Kosten: „Jeder, der wollte, konnte noch Supstacle ausprobieren, was reichlich genutzt wurde“, resümierte Schwimmmeister Hans-Peter Kalusok.

 Supstacle-Sieger wurde das Leichtathletik-Team der Bramstedter Turnerschaft (BT), vor einem der BT-Handballer-Teams und „Catering“ aus Padenstein. „Es war ein spannender Wettbewerb mit ganz viel Spaß“, resümierte Leistungssportler Bernecker, der im Handball-Team antrat.

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