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Segeberg Knöllchen, weil die Straße zu schmal ist
Lokales Segeberg Knöllchen, weil die Straße zu schmal ist
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18:11 05.03.2020
Von Einar Behn
Wenn Autos am Straßenrand parken, wird die Durchfahrt schmal. Die SPD sagt, die Straßen seien entgegen dem Bebauungsplan schmaler konzipiert worden. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Einige Anwohner beklagten sich in der Einwohnerfragestunde der letzten Sitzung des Planungsausschusses über die Strafzettel an ihren Windschutzscheiben, obwohl sie doch nur am Fahrbahnrand geparkt hätten. Was, so die Frage, soll daran nicht zulässig sein?

Jörg Kamensky, Leiter des Bürgeramtes, erklärte auf Nachfrage der Segeberger Zeitung: Die Straßen seien zum Teil so schmal, dass die erforderliche Durchfahrtsbreite von 3,05 Meter nicht mehr gegeben sei, wenn am Fahrbahnrand Autos parken. Problematisch werde es allerdings nur, wenn Lastwagen an parkenden Pkw vorbei wollen. Die Straßen dort seien großenteils mit einseitigen Bürgersteigen ausgestattet. Der Bordstein sei so niedrig, dass er leicht überfahren werden könne. Kamensky sieht darin auch kein Problem. „So häufig treffen da ja Lastwagen nicht auf Fußgänger.“ Es handele sich ja nur um Wohnstraßen. Die Politesse habe dennoch rechtlich einwandfrei gehandelt. Wenn die Breite der Fahrbahn nicht ausreiche, dürfe dort auch nicht geparkt werden. 

Lkw können nicht vorbeikommen

Besonders schwierig sei die Situation, wenn die Autos neben dem Bürgersteig geparkt werden. Dann habe ein Lastwagenfahrer keine Möglichkeit mehr vorbei zu kommen. Im Rathaus werde nun überlegt, das Parken auf der Gehwegseite per Schilder zu verbieten, auf der gegenüberliegenden Seite aber zu erlauben, so Kamensky. Beschlossen sei in der Angelegenheit aber noch nichts. Generell verbieten will die Stadt das Parken am Fahrbahnrand aber nicht. „Manche Familien haben drei Autos, die passen gar nicht alle auf das Grundstück“, so der Bürgeramtsleiter. 

Der Wohn- und Golfpark Bissenmoor war Ende der Neunzigerjahre geplant worden. „Dabei wurde offenbar nicht zu Ende gedacht“, so SPD-Ortsvereinsvorsitzender Klaus-Dieter Hinck. „Wenn man 4,85 Meter breite Straßen baut und dann noch 3,05 m Durchfahrtsbreite bleiben sollen, kann dort nicht einmal ein VW Golf parken, der schon 1,80 Meter breit ist,“ sagt Hinck. Er will das Thema in der nächsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses ansprechen. 

B-Plan wurde nicht eingehalten

Bei ihrer Ortsbegehung haben die SPD-Mitglieder festgestellt, dass einige Straßen- und Gehwegbreiten nicht den ursprünglichen Festsetzungen im Bebauungsplan entsprechen. Das Gebiet war von der Wohnpark-Bissenmoor-Gesellschaft erschlossen worden. Sie war 2016 gegen Zahlung einer Restsumme aus ihren vertraglichen Verpflichtungen gegenüber der Stadt entlassen worden. „Eigentlich dürfte es solche Mängel nicht geben“, meint Hinck. Nun hat er die Verwaltung beauftragt, zu klären, ob hier möglicherweise versäumt wurde, die Straßenbreiten rechtzeitig zu kontrollieren. 

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